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Krefeld
Pariser Museum kauft Zeichnungen des Krefelders Jochen Stücke

Krefeld. Der Professor der Hochschule Niederrhein ist jetzt mit 50 Zeichnungen in der Sammlung des Musée Carnavalet vertreten.

Zwei renommierte Museen haben Zeichnungen von Jochen Stücke käuflich erworben und in ihre Sammlung aufgenommen. Ende vergangenen Jahres kaufte das Von der Heydt-Museum in Wuppertal ein großes Konvolut von Zeichnungen und Druckgraphiken des Krefelder Künstlers. Auch das Musée Carnavalet in Paris hat sich jetzt um weitere Arbeiten bemüht.

Das ist kein Zufall: Paris ist eine Stadt, die die künstlerischen Fantasien von Stücke füttert. Der Geschichte der Seine-Metropole hat der Krefelder Designprofessor einen großen Raum gegeben. Sein "Pariser Album" zeigt nicht die Gegenwart mit Rush Hour auf den Champs Elysees, sondern er führt mit feinem Strich in das vornehme Paris der Zeit von Marcel Proust.

Das Musée Carnavalet ist deshalb ein prädestinierter Ort für Stückes Blätter. Das Museum widmet sich der Pariser Stadtgeschichte von ihren Anfängen bis heute. 2012 hatte Stücke dort bereits ausgestellt. Und das hat 16 Zeichnungen aus seinem Pariser Album in seine Sammlung aufgenommen.

Jetzt haben die Franzosen den Zyklus zu Notre-Dame fast vollständig erworben und durch zahlreiche Blätter aus der Napoleon-Folge ergänzt. Damit ist Stücke mit 50 Arbeiten in der Sammlung des Carnavalet vertreten. "Der Erwerb musste wie 2012 von zwei unabhängigen Kommissionen, die mit Kunsthistorikern und Museumskuratoren besetzt sind, entschieden werden", teilt ein Sprecher der Hochschule Niederrhein mit. "Die Arbeiten Stückes werden für immer in dem Pariser Museum bleiben und somit zu einem wichtigen Teil der französischen Kultur."

"Es macht mich stolz, selbst Bestandteil eines Museums zu sein, in das ich seit vielen Jahren immer wieder als Besucher komme", sagt der 53-jährige Stücke, der seit 2002 an der Hochschule Niederrhein lehrt. Derzeit arbeitet er an den "Moyländer Episoden", die von Oktober bis zum März 2017 in einer großen Ausstellung im Museum Schloss Moyland zu sehen sein werden. "Darin geht es um die Begegnung des Preußenkönigs Friedrich mit dem französischen Philosophen Voltaire in Schloss Moyland im Jahre 1740." Moyland ist eng mit dem Künstler Joseph Beuys verbunden, ein Großteil seines Werks ist dort zu sehen. Deshalb sucht Stücke in seinen Arbeiten für diese Ausstellung Verbindungen zu Joseph Beuys.

(ped)
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