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Krefeld
Parken in City soll leichter werden

Krefeld: Parken in City soll leichter werden
Diese Grafik des Ingenieurbüros Stolz zeigt die fünf Teilbereiche, in die die Gutachter die City eingeteilt haben. Zu sehen ist jeweils, wie viele Parkplätze im öffentlichen Raum vorhanden sind. Die Parkhäuser fehlen hier noch. FOTO: Stolz
Krefeld. Ein neues Parkraumkonzept soll die Situation in der Innenstadt analysieren. Erstes Zwischenergebnis: 8200 öffentliche Parkplätze stehen zur Verfügung, aber längst nicht überall wird gezahlt. Von Sebastian Peters

In einem Zwischenbericht legt das Ingenieurbüro Stolz für den Planungsausschuss die Planungen für das "Parkraumkonzept Innenstadt Krefeld" dar. Wir erklären, welche Absicht hinter dem neuen Konzept steht.

Welches Ziel hat das Parkraumkonzept?

Das Konzept soll die Parksuchverkehre reduzieren und den Verkehrsfluss in der City minimieren. Angenehme Nebenfolge: Die Luft wird verbessert, Lärm vermindert und die Verkehrssicherheit erhöht. Als Innenstadt wird im Konzept der von den City-Ringen eingefasste Bereich verstanden, Blumentalstraße, Leyentalstraße, Philadelphiastraße, Voltastraße, Siemensstraße, Ritterstraße, Deutscher Ring, Frankenring, Preußenring, Oranierring, Nassauerring.

Wie gehen die Gutachter vor?

In einem ersten Schritt haben sie die Zahl der Parkplätze erfasst. In einem zweiten Schritt werden im kompletten November die konkreten Parkzahlen erhoben und jetzt auch Passanten befragt. Parallel zur Erhebung der Parkplätze im öffentlichen Raum erfolgt auch eine Auswertung der Belegungsdaten der Parkhäuser und Parkscheinautomaten. Die Erhebung sorgte zuletzt bei Autofahrern für Verunsicherung - sie waren in Sorge, dass die Stadt mehr Knöllchen verteilen will (wir berichteten). Mittels des erfassten Datenbestandes soll ein "Maßnahmenkonzept" für bestehende und zusätzliche Parkflächen erstellt werden.

Was sind die ersten Ergebnisse des Zwischenberichtes in Zahlen?

8200 öffentliche Parkplätze stehen laut Gutachtern zur Verfügung. Nicht berücksichtigt sind in dieser Erhebung allerdings bisher Kundenparkplätze und Parkhäuser - diese Werte sollen in die Erhebung im neuen Jahr einfließen. Die Anzahl der nicht bewirtschafteten Parkplätze liegt bei 4355, also 53,1 Prozent. 5,1 Prozent sind Parkplätze mit einer zeitlichen Begrenzung, absolutem oder eingeschränktem Halteverbot. In neun Prozent wird eine Parkscheibe verlangt, 17,5 Prozent sind gebührenpflichtige Parkplätze, 13,6 Prozent Bewohnerparkplätze und 1,6 Prozent Parkplätze für Behinderte.

Der Innenstadtbereich ist hier sehr groß definiert, wird nach Teilbereichen unterschieden?

Die Gutachter haben den Aspekt berücksichtigt, dass bei so einem weitläufigen Untersuchungsgebiet nach verschiedenen Teilbereichen unterschieden werden muss. Sie unterscheiden zwischen direkter City, also dem Vier-Wälle-Bereich, wobei die Nordstraße die nördliche Begrenzung bildet (Teilbereich 1), dem Bereich westlich der Wallzone (2), dem Teilbereich nördlich der St. Anton-Straße, nordwestlich der Moerser Straße (3), dem Bereich östlich des Ostwalls (4) und das Gebiet südlich des Hauptbahnhofs (5). Auffällig: Im Süden des Hauptbahnhofs gibt es kaum öffentlich zugängliche Parkplätze, gebührenpflichtige Parkplätze nur im City-Bereich und östlich des Ostwalls. Bewohnerparkplätze gibt es in großer Zahl fast nur westlich des Westwalls.

Welche verschiedenen Interessen müssen berücksichtigt werden?

Eine Reihe von Aspekten müssen die Gutachter einbeziehen: Welche Anforderungen hat der Einzelhandel, welche Probleme und Potenziale gibt es in den einzelnen Parkhäusern, welche Parkraumanforderungen haben die Bewohner der City selbst? Auch Möglichkeiten der Ausweitung von Elektromobilität (E-Autos) und Car-Sharing sollen analysiert werden.

Quelle: RP
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