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Krefeld
Peek & Cloppenburg gibt Krefeld-Pläne auf

Krefeld: Peek & Cloppenburg gibt Krefeld-Pläne auf
Das Logo von Peek & Cloppenburg (Symbolfoto). FOTO: dpa, sts pzi fgj vge
Krefeld. Die Stadt hat eine Absage von Peek & Cloppenburg bekommen. Das teilte Oberbürgermeister Frank Meyer gestern mit. Überlegungen der Bekleidungshauskette, eine Filiale an der Friedrichstraße am alten Ziellenbach-Standort zu eröffnen, reichen mindestens bis in die 1990er Jahre zurück. Seit 2011 bekamen sie noch einmal neue Nahrung. Jetzt denken die Düsseldorfer sogar an einen Verkauf ihrer Grundstücke in der Krefelder City. Von Norbert Stirken

Die Stadt hat alles getan, um der renommierten Bekleidungshauskette Peek & Cloppenburg ein Engagement in Krefeld schmackhaft zu machen. Die Politik hat einen Bebauungsplan nach den Vorstellungen der Düsseldorfer verabschiedet und sogar einen Teil der Friedrichstraße verkauft, um den Gestaltungswünschen von P&C nachzukommen. Alles vergeblich. Die Kette hat offenbar genug damit zu tun, sich im umkämpften Markt zu behaupten.

Oberbürgermeister Frank Meyer erklärte gestern Nachmittag mit, dass Peek & Cloppenburg der Stadtverwaltung mitgeteilt habe, "anders als bisher geplant in Krefeld kein Einzelhandelsgeschäft eröffnen zu wollen". Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf hatte konkrete Pläne entwickelt, in der Krefelder Innenstadt an der Ecke St. Anton-Straße/Friedrichstraße einen großen Neubau zu errichten. Die entsprechenden Grundstücke dafür sind seit langem im Besitz des Unternehmens.

Peek & Cloppenburg habe der Stadt nach der Entscheidung gegen einen Standort in Krefeld signalisiert, sich nun auch einen Verkauf der Häuser beziehungsweise Grundstücke vorstellen zu können, erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer. Er habe diesbezüglich bereits Gespräche mit möglichen neuen Interessenten angestoßen. "Gegenüber entsteht gerade das neue Forum Krefeld auf dem ehemaligen Sparkassen-Areal und wird den Standort zusätzlich aufwerten. Ich bin zuversichtlich, dass es für die Immobilien in dieser guten zentralen Lage gegenüber C&A Partner und Investoren gibt", erklärte der Oberbürgermeister.

"Die Absage bedauern wir nach den konstruktiven Gesprächen und Vorplanungen natürlich sehr. P&C wäre ein attraktives Unternehmen für unsere Innenstadt, die sich aktuell gut entwickelt. Aber zumindest haben wir jetzt eine verbindliche Aussage und können uns nun darum kümmern, diesen Standort mit interessierten Partnern zu entwickeln", sagt Planungsdezernent Martin Linne.

2011 hatte Meyers Vorgänger Gregor Kathstede den bevorstehenden Coup angekündigt, dass das europaweit tätige Unternehmen in der Samt- und Seidenstadt ein wirtschaftliches Standbein platzieren möchte. Die Resonanz in der Politik war spontan positiv. Auch die Geschäftswelt in direkter Nachbarschaft sprach sofort von einer Aufwertung des Quartiers. P&C habe einen guten Ruf, sei eine Bereicherung und biete neben hochpreisigen Marken wie Joop, Giorgio Armani oder DKNY auch günstige Eigenmarken im mittleren Preissegment an. Die größte Diskussion pro oder kontra ist in der Stadt dadurch entstanden, dass P&C seine Fassade fünf Meter in die Friedrichstraße hinein vorziehen möchte. Von der Störung alter Sicht- und Wegeachsen aus der Zeit des Stadtplaners Adolph Anton von Vagedes war die Rede, von Verengung des Platzcharakters an dieser Stelle.

Ein Jahr später scheiterte die angestrebte große Lösung, in die auch die Flächen der Schuhmarktkette Deichmann und des Lebensmittel-Discounters Kaiser's mit eingeplant werden sollte. Seit gestern steht fest, dass auch die abgespeckte Variante nicht realisiert wird.

Quelle: RP
 
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