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Krefeld
Pegelstand bei 1,66 Meter: Rhein führt seit Mai wenig Wasser

Krefeld. Extrem niedriges Wasser stellen derzeit Spaziergänger am Rhein fest und berichten, dass an manchen Stellen bereits der Boden zu sehen sei. "Bei uns ist noch nichts zu sehen. Die Schiffe fahren noch alle", sagt Krefelds Hafenmeister Peter Plarre, bestätigt jedoch, dass der Rhein extrem wenig Wasser führe. Und das bereits seit Mai. "Wir hatten einfach keinen richtigen Winter und viel zu wenig Schnee. Das spürt man bis heute", erklärt der Experte und weist daraufhin, dass die Höhe des Stroms am Niederrhein von dem Zufluss aus der Schweiz und vom Bodensee abhängig sei. "Der Bodensee muss richtig viel Wasser haben, dann wird auch bei uns der Pegelstand steigen. In den kommenden Wochen ist damit aber laut Wetterdienst nicht zu rechnen."

Der Krefelder Rheinhafen bekommt die Auswirkungen des Niedrigwassers ebenso zu spüren wie die umliegenden Häfen (Düsseldorf hatte gestern einen Pegelstand von 56 Zentimetern). Da der Schifffahrtsverkehr punktuell eingeschränkt sei, werden die Waren vermehrt per Zug oder Lkw befördert. Aber: "In Krefeld legen meist die kleinen Schiffe, die so genannten Kanalratten, an. Die haben mit dem Niedrigwasser keine Probleme", erklärt der Hafenmeister. Den letzten Niedrigwasserstand in einem vergleichbaren Bereich maßen die Experten übrigens 2011. Damals lag er bei 1,60 Meter.

(bk)
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