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Krefeld
"Perspektivwechsel" in Riesenkanal

Krefeld: "Perspektivwechsel" in Riesenkanal
Am 18. April kann man sich mit einem Kran im Stadtpark Fischeln in 35 Meter Höhe heben lassen und von dort aus einen Blick über Krefeld werfen. FOTO: Wingold
Krefeld. Zu den ungewöhnlichsten Angeboten im Rahmen der Aktion "Krefelder Perspektivwechsel" gehören der "Gipfelstürmertag" und die Einladung der SWK, einen Stollen unter der St. Töniser Straße zu erkunden. Bis 30. April können auch eigene Ideen eingereicht werden. Von Jens Voss

Die Initiative "Krefelder Perspektivwechsel" lädt dazu ein, eine neue Sicht, neues Nachdenken, auch: neue Gefühle und Zugänge der Identifikation zu Krefeld zu finden. Zu den schönsten Ideen gehört der sogenannte Gipfelstürmertag - am 18. April kann man von 15 erhöhten Punkten aus Krefeld neu entdecken -, zu den ungewöhnlichsten Ideen gehört das Angebot der SWK, einmal ein wirklich großes Kanalbauprojekt aus der Nähe zu begutachten. Die Initiatoren haben jetzt den Stand der Dinge des bis zum Jahr 2023 angelegten Projektes erläutert.

"Im Jahr 2023 feiert unsere Stadt ihr 650-jähriges Jubiläum. Das nehmen wir zum Anlass, Ideen für kreative Projekte zu entwickeln. Die Jahre zwischen 2015 und 2023 wollen wir nutzen, um einen deutlichen Schub nach vorne zu erzeugen", sagt Ulrich Cloos, Leiter des Krefelder Stadtmarketings das Projekt.

Er hat es zusammen mit Eckart Preen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Mario Bernards, für Currenta der Leiter vom Politik- und Bürgerdialog Krefeld-Uerdingen, angestoßen. Zahlreiche Partner vom Theater über die Mediothek bis zur Arbeitsagentur bringen sich mit eigene Initiativen ein. Beispiele:

So sieht ein Tunnel im Stollenbauverfahren aus - am 19. April kann man einen solchen Tunnel unterhalb der St. Töniser Straße begutachten und begehen. FOTO: SWK

Blick in Krefelds Unterwelt

Die SWK AQUA startete am Montag, 26. Mai, mit einem Großprojekt. Unter der St. Töniser Straße zwischen der Kreuzung Preußenring und der Kreuzung Weeserweg wird über eine Länge von rund einem Kilometer ein neuer Kanal gebaut. Dies geschieht im so genannten Stollenbauverfahren. Das heißt, es werden lediglich zwei Einstiegsgruben errichtet, die eigentlichen Arbeiten finden unterirdisch, für Außenstehende nicht sichtbar, statt. Insgesamt werden die Arbeiten voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre dauern.

Eine der beiden Einstiegsgruben ist im Kreuzungsbereich der Gutenbergstraße errichtet worden, die zweite Einstiegsgrube am Obergplatz. Sie befindet sich im Bereich des dortigen Grünstreifens und des Fahrbahnrandes.

Die Baumaßnahme ist für die Beteiligten ein echtes Highlight: Der Kanal, der dann in diesen Stollen gelegt wird, hat einen Durchmesser von bis zu 1,60 Meter. Einen Kanal mit einer solchen Größe und über eine solche Länge hat die SWK bisher noch nie im Stollenbauverfahren gebaut. Das Investitionsvolumen für den Kanalbau liegt bei rund sechs Millionen Euro. Am Sonntag, 19. April, ab 11 Uhr haben die Krefelder die einmalige Möglichkeit, den Einstieg in den neuen Stollen zu erhalten. Er ist etwas zwei Meter hoch und begehbar. Dazu wird die Einstiegsgrube an der Gutenbergstraße Ecke St. Töniser Straße geöffnet. Festes Schuhwerk und eng anliegende Kleidung sind Voraussetzungen, um an den kostenlosen Gruppenführungen unter Tage teilzunehmen. Anmeldungen zu den Führungen erfolgen direkt vor Ort im Zelt an der Baustelle. Die letzte Führung ist gegen 17 Uhr.

Gipfelstürmertag

Am Samstag, 18. April, 10 bis 16 Uhr, werden 15 Krefelder 'Bergstationen' geöffnet. Auf dem jeweiligen Gipfelpunkt ergeben sich ungewöhnliche Ausblicke über Krefeld. Die Stationen sind über die Stadt verteilt. Dazu gehören der 'Mississippidampfer' (Hochhaus am Bleichpfad), der Schlauchturm der Feuerwehr in Linn, das Büro des Uerdinger Hafenmeisters sowie der Gipfel der 'Deponie' im Chempark. Im Stadtpark Fischeln kann man sich in einem Krankorb der Firma Schweri in 35 Meter Höhe hieven lassen. Einen Überblick über alle 15 Stationen gibt es auf der Internetseite www.krefelder-perspektivwechsel.de .

Am 18. April haben ambitionierte "Bergsteiger" dann von 10 bis 16 Uhr die Möglichkeit, so viele Krefelder Gipfel zu erstürmen, wie sie wollen und können. Wer mindestens zwei Stationen besucht und dabei ein Foto von der Aussicht gemacht hat, kann damit beim Gipfelstürmer-Gewinnspiel mitmachen.

Ideenwettbewerb "Gestalte deine Stadt!"

Bis zum 30. April können Bürger eigene Vorschläge für Projekte einreichen, bei denen es um folgende Fragen geht: Wo können Stadträume kreativ genutzt oder bestehende Orte attraktiv inszeniert werden? Mit welchen Initiativen lässt sich Krefeld entwickeln und stärken? Wo gibt es Möglichkeiten, in den Bereichen Wirtschaft, Sport, Kultur und Ehrenamt neue Akzente zu setzen?

Ideen und Konzepte können per Mail an claire.neidhardt@krefeld.de geschickt werden.

Quelle: RP
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