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Krefeld
Plan für 230 neue Wohnungen am Wiesenhof

Krefeld: Plan für 230 neue Wohnungen am Wiesenhof
So könnte die neue Wohnbebauung zwischen Nieper Straße (links) und Luiter Weg (rechts) aussehen. Links Mitte: Der neue Kreisverkehr an die Nieper Straße; er wäre nach den Kreiseln an der Moerser Landstraße und dem Flünnertzdyk (unten links) der dritte an der Nieper Straße. FOTO: ISR
Krefeld. Ein Projektentwickler hat jetzt den Fraktionen einen Planentwurf für die Bebauung von rund zwölf Hektar nördlich von Verberg vorgelegt. Dazu gehört auch ein "kleines naturnahes Dorf für Menschen am Rande der Gesellschaft". Von Jochen Lenzen

Auf der rund zwölf Hektar großen Fläche im Bereich Wiesenhof zwischen Nieper Straße, Flünnertzdyk und Luiter Weg könnten etwa 230 neue Wohnungen und eine Kindertagesstätte entstehen. Ein entsprechender, vom potenziellen Projektentwickler Weber Consult in Auftrag gegebener städtebaulicher Vorentwurf des Haaner Planungsbüros ISR wurde jetzt den planungspolitischen Sprechern der Ratsfraktionen vorgestellt.

Das Gebiet ist im Flächennutzungsplan für Wohnbebauung ausgewiesen. Dort war vor drei Jahren einmal von bis zu 400 Wohnungen die Rede, was seinerzeit den Protest des Verberger Bürgervereins hervorgerufen hatte, der sich zwar nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung aussprach, aber bei der besagten Größenordnung eine Überbelastung von Verberger Straßen in Richtung Europaring befürchtete.

Nach dem vorgelegten Entwurf sollen auf dem Gebiet Geschosswohnungsbau mit zwei bis drei Vollgeschossen, zweigeschossige Reihen- und Doppelhäuser plus Dach oder Staffelgeschoss, Einfamilienhäuser mit ein oder zwei Geschossen plus Dach oder Staffelgeschoss sowie zwei Baugruppen der Wohnungsgenossenschaft "Niepkuhler Krähennest" und des Vereins "Nachhaltiges Wohnen in Krefeld" mit zwei Vollgeschossen plus Dach oder Staffelgeschoss entstehen.

Genossenschaft und Verein würden am Luiter Weg gern "ein kleines Dörfchen" in naturnaher Umgebung mit gemeinsamer Tierhaltung (gegenüber) unter Einbeziehung von "Menschen am Rande der Gesellschaft", beispielsweise Menschen mit Behinderung und Waisenkinder, realisieren. Eine Kooperation mit der Gerd-Janssen-Schule, dem Naturschutzbund und dem Heilmannshof sind vorbesprochen.

Das neue Wohngebiet soll nach Abstimmung mit Straßenbau NRW durch einen neuen Kreisverkehr an der Nieper Straße erschlossen werden, für dessen Bau ein gegenüberliegendes Gebäude abgerissen werden müsste - Kontakte zwischen Projektentwickler und Eigentümer bestehen. Eine zweite Zufahrt ist am Luiter Weg nördlich der Gerd-Janssen-Schule vorgesehen. Eine kleinere Zufahrt soll am Flünnertzdyk neben dem Fahrradgeschäft entstehen.

Etwa ein Drittel der Flächen gehören der Stadt, der Rest verschiedenen Eigentümern, von denen etwa die Hälfte Optionsverträge mit dem potenziellen Projektentwickler abgeschlossen haben.

Quelle: RP
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