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Krefeld
Podio behält "Mittwoch-Asyl" im Theater

Krefeld: Podio behält "Mittwoch-Asyl" im Theater
Matthias Reuter eröffnet die Comedy-Spielzeit am 28. Oktober.
Krefeld. Die Idee ist aus der Not geboren: Weil das Podio derzeit keine eigene Bühne hat, gastierte es in der vergangenen Spielzeit mit seinem Comedy-Programm im Theaterfoyer. Die Kooperation ist erfolgreich - und wird ab 28. Oktober fortgesetzt. Von Mojo Mendiola

Bestens gelaunt blicken Theaterintendant Michael Grosse sowie Betti Ixkes und Rüdiger Höfken, Betreiber der Boulevard-Bühne Podio und derzeit ohne eigenes Haus, auf die vergangene Spielzeit zurück, in der die Vertreter der leichten Muse mehrfach zu Gast im Glasfoyer waren, und auf die kommende Saison 2015/16, in der die Kooperation fortgesetzt werden soll. "Was zunächst als kollegiale Hilfeleistung angedacht war, hat inzwischen eine gute Eigendynamik entwickelt", freut sich Grosse. Der Mittwoch im Glasfoyer ist für uns eine zusätzliche Auslastung, und unsere Theatergänger haben gern von dem Angebot Gebrauch gemacht, unter unserem vertrauten Dach auch mal Comedy und Boulevard zu schnuppern.

Ähnliche Erfahrungen machten Ixkes und Höfken ihrerseits. Von Schwellenangst war bei ihren Stammgästen nicht viel zu spüren, ab der dritten Vorstellung am neuen Ort hieß es immer häufiger "ausverkauft". "Und für unsere Künstler ist der meist spielfreie Mittwoch in Verbindung mit der Chance, in einem richtigen Stadttheater aufzutreten, noch mal ein zusätzlicher Anreiz, wieder zu uns nach Krefeld zu kommen. Ganz zu schweigen vom Fensterblick von der Bühne aus auf Seidenweberhaus und Primark, eine Aussicht, die bisher noch jeden zu extra Pointen inspirierte.

"Mittwochs statt Theater" heißt es also wieder, wenn am 28. Oktober Krähenpreisträger Matthias Reuter konstatiert: "Die Menschen sind 'ne Krisenherde": Am 18. November bringt Ludger Wohlenberg sein medizinisches Kabarett "Wird schon wieder" ins Glasfoyer. Am 9. Dezember empfiehlt Axel Pätz am Keyboard "Chill mal". Am 30. September serviert Rüdiger Höfken, der sich übrigens schon als Pennäler auf der städtischen Bühne versuchte, das Beste aus seinen letzten 30 Jahren: "Kabarett surprise". "La Signora gibt am 20. Januar "Träume und Tabletten" aus, Martin Zingsheim, ebenfalls Krähenpreisträger und Shooting Star der Szene, lässt am 17. Februar sein "Kopfkino" laufen. Lars Redlich, einer der beiden Insider-Tipps dieser Saison, will seine Erfolge an der Spree nun am Rhein wiederholen, und Tipp zwei, Daphne de Luxe, erzählt von ihrer Hinwendung zur landwirtschaftlichen Selbstversorgung. Nessie Tausendschön blickt am 18. Mai auf 20 Jahre Bühnenleben zurück. Vor alledem gibt es am 11. Oktober, dem einzigen Nichtmittwoch diesmal, ein Wiedersehen mit dem Drei-Generationen Kabarett-Komplott Diefes, Höfken, Werker.

Quelle: RP
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