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Krefeld
Polizei sucht Eigentümer von Diebesgut

Krefeld: Polizei sucht Eigentümer von Diebesgut
In der Sammlung von Diebesgut fand sich auch eine Schmuckschatulle.
Krefeld. Ein des bandenmäßigen Einbruchdiebstahls angeklagter Rumäne legte gestern vor dem Gericht in Krefeld ein Geständnis ab und belastete seine Mitangeklagten schwer. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei Diebesgut. Von Norbert Stirken und Birgit Lameyer

Die Polizei Krefeld versucht mit allem Nachdruck den organisierten Einbruchsbanden das Leben schwer zu machen. Dabei kann sie wichtige Erfolge melden. Nach der Festnahme von 15 rumänischen Bandenmitgliedern im Oktober des vergangen Jahres müssen sich die ersten vor Gericht verantworten. Ihnen werden 41 Einbrüche in Tankstellen und Kioske sowie einige Geschäfte zur Last gelegt.

Darüber hinaus hat die Polizei im vergangenen Jahr zwei überörtlich agierende Wohnungseinbrecher dingfest machen können. Nun sucht die Behörde die Besitzer des sichergestellten Diebesguts. Die beiden 29 und 33 Jahre alten Männer waren auch mit Haftbefehlen in anderen Bundesländern gesucht worden. Anfang Dezember wurden sie nach Ermittlungen der Krefelder Polizei durch Spezialeinheiten in der Nähe von Göttingen festgenommen.

In der Sammlung von Diebesgut fand sich auch dieses Exemplar von Jagdmesser.

Dem 33-Jährigen konnten die Ermittler einen Wohnungseinbruch auf der Taubenstraße in Krefeld im November 2015 zuordnen. Ein Ladendiebstahl und weitere Wohnungseinbrüche außerhalb von Krefeld konnten ebenfalls aufgeklärt werden. Die beiden Einbrecher hatten in Deutschland keinen festen Wohnsitz. Sie befinden sich in Haft. Im Zuge der Ermittlungen wurde die Wohnung eines 22 Jahre alten Krefelders durchsucht. Dabei wurden umfangreiches Diebesgut und Bargeld sichergestellt.

Einige der aufgefundenen Gegenstände konnten noch keinem Besitzer zugeordnet werden. Die Polizei bittet, falls jemand seinen Besitz unter den abgebildeten Sachen erkennt, sich unter der Telefonnummer 02151 6340 zu melden.

Die fiesen Tricks der Diebe an der Haustür FOTO: RP

Einen Schritt weiter sind die Strafverfolgungsbehörden bei einem 27 Jahre alten Rumänen, der bei einem Landsmann in Krefeld gewohnt hat. Der mutmaßliche Serieneinbrecher legte gestern vor dem Gericht in Krefeld ein Geständnis ab. Seine Angaben belasteten zum Teil auch die Mitangeklagten. Die sechs Angeklagten sollen zwischen Januar und Mai 2015 rund 20 Einbrüche verübt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, sich zu einer Bande zusammengeschlossen und insgesamt einen Schaden von knapp 100.000 Euro verursacht zu haben.

Er sei in Rumänien von einem in Krefeld wohnhaften Landsmann angesprochen worden, sagte der 27-Jährige. Zuvor sei er schon für einige Wochen in Düsseldorf gewesen, um dort als Autowäscher zu arbeiten. Eine Festanstellung sei aber daran gescheitert, dass er keinen festen Wohnsitz hatte. Der 35-Jährige habe versprochen, ihm zu helfen, dann allerdings Straftaten mit ihm und weiteren Männern verübt.

Erinnern könne er sich noch an einen Einbruch im Mai in ein Fotogeschäft in Tönisvorst. Zuvor sei er mit dem 35-Jährigen in einer Bar in Krefeld gewesen. In der Nacht hatten die beiden mit weiteren Männern das Fenster eines Fotogeschäfts aufgehebelt und dort Kameras im Wert von 11.500 Euro entwendet.

Auf der Flucht hätten sie einen Sack mit Diebesgut zurücklassen müssen. Außerdem räumte er den versuchten Einbruch in einen Kiosk ein, bei dem zwei Täter mit weißen Kapuzenpullovern und dunklen Handschuhen gefilmt wurden. Eine Überwachungskamera war auch bei einem Lottogeschäft eingeschaltet und hatte die vermummten Täter gefilmt. Insgesamt fünf Taten räumte der 27-Jährige ein. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Quelle: RP
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