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Krefeld
Prostitutionsverbot im Sperrbezirk

Krefeld. Oberbürgermeister will den Antrag kurzfristig zur Bezirksregierung schicken. Von Joachim Niessen

Oberbürgermeister Frank Meyer wird bei der Bezirksregierung die zeitlich unbegrenzte Ausweitung des Sperrbezirks im Umfeld Neue Ritterstraße beantragen, um dort die Prostitution mit den Belastungen für Anwohner, ÖPNV-Nutzer und Geschäftskunden zu verhindern. Das entsprechende Antragsschreiben legt die Verwaltung heute im Ausschuss für Ordnung und Sicherheit vor. Anschließend will die Verwaltung das Papier an die Bezirksregierung schicken, die für den Erlass solcher Verordnungen zuständig ist. "Wir gehen davon aus, dass wir gute Argumente für einen positiven Entscheid habe,n und damit die Prostitution in dem Bereich ganz verboten werden kann", sagt Meyer.

Bisher ist in dem Bereich die Prostitution lediglich zwischen 6 Uhr und 22 Uhr verboten. Die Einrichtung des befristeten Sperrbezirks brachte jedoch für Anwohner und andere Betroffene keine Entlastung. Der Ordnungsdienst trifft dort bei Kontrollen in den späten Abend- und Nachtstunden rund zehn, teilweise bis zu 17 Prostituierte an. Auch eine Verlagerung der "Anbahnungsgeschäfte" in die Wohnbebauung sei festzustellen. In einer Bürgeranhörung Anfang Oktober war deutlich geworden, dass sich der Bereich zu einem "Angstraum" entwickelt hat. Außerdem haben Verschmutzungen, Sachbeschädigungen und Lärmbelästigungen zugenommen. Sogar der Kinderspielplatz im Wohngebiet werde bevorzugt von Freiern und Prostituierten genutzt. Junge Frauen haben im Umfeld der Bahn-Haltestelle Dießem Angst vor "Nachstellungen" durch Freier und Zuhälter.

Der Sperrbezirk umfasst folgenden Bereich: Voltastraße/Eisenbahnlinie, Voltastraße südlich bis Einmündung Fütingsweg, Fütingsweg westlich bis Einmündung Bäkerpfad, Bäkerpfad südlich bis Einmündung Untergath, Untergath östlich bis Kreuzung Dießemer Bruch, Dießemer Bruch bis Eisenbahnunterführung, Eisenbahnlinie westlich bis Voltastraße.

Quelle: RP
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