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Krefeld
Prozess gegen rumänische Einbrecherbande beginnt

Krefeld. Sie schlugen nachts zu und machten große Beute: Seit gestern muss sich eine mutmaßliche Einbrecherbande aus Rumänien vor dem Landgericht verantworten. Die sechs Angeklagten sollen für eine Serie von Einbrüchen in Tabakgeschäfte, Kioske und Tankstellen verantwortlich sein. Lange Ermittlungen und eine Vielzahl von Taten und Tätern sorgten dafür, dass der Staatsanwalt mit mehreren Umzugskartons voller Akten kam. Sollten die Vorwürfe zutreffen, zahlte sich das organisierte Verbrechen aus: Zwischen Januar bis Mai soll die Bande einen Gesamtschaden von etwa 100.000 Euro verursacht haben. Die Täter seien von Krefeld aus in Rumänien akquiriert worden. Einer der mutmaßlichen Köpfe der Bande wohnte unangemeldet in Krefeld. Der 35-Jährige soll mit einem der Mitangeklagten dafür gesorgt haben, dass alles reibungslos läuft. So habe er Leute ausgewählt und bestimmt, wer in die Bande aufgenommen wird, die Einreise veranlasst und seinen Kumpanen in Deutschland einen Schlafplatz zugewiesen. Die vier Mitangeklagten seien dann mit seinem Auto zu den Tatorten gefahren.

Bei ihren Beutezügen stahlen vor allem Tabak und Alkohol - ein Einbruch in einen Kiosk konnte Waren im Wert von bis zu 5000 Euro bringen. Einmal gehörten auch Kameras für 11.500 Euro zur Beute. Die Geschäftsinhaber beklagten daneben auch einen Sachschaden von etwa 15 000 Euro etwa durch das Aufbrechen von Türen.

Die Männer wurden im Mai festgenommen. Zuvor hatten die Ermittler den BMW des Hauptangeklagten überwacht und Telefone abgehört. Der BMW war zuvor im Zusammenhang mit anderen Straftaten aufgefallen.

(BL)
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