| 00.00 Uhr

Krefeld
"Puzzleteile" - sein Song für eine Welt

Krefeld: "Puzzleteile" - sein Song für eine Welt
Simon Deregowski mit einer Gitarre in Aktion. FOTO: Engagement Global/M Nadj-Torma
Krefeld. Musik- und Medien-Student Simon Deregowski gehört zu den Gewinnern beim Song Contest des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Der 21-Jährige trat mit seinen Mitstreitern als Vorband von Adel Tawil auf. Von Bianca Treffer

"Die erste CD, das vierte Lied, das bin ich", sagt Simon Deregowski, mit strahlenden Augen und deutet auf die CD "Eine Welt Album", die auf dem heimischen Küchentisch liegt. Unter besagter Nummer sind der Titel "Puzzleteile" sowie sein Name zu lesen. Insgesamt sind 26 Songs auf den beiden CDs zu finden. So verschieden die Lieder und Interpreten auch sind, eins haben sie gemeinsam. Sie alle sind Gewinner des Song Contests "Dein Song für eine Welt".

189 Werke gingen beim Wettbewerb des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin ein, aus denen eine Jury die Gewinner ermittelte. Der 21-jährige Bockumer erfuhr über eine Freundin von dem Wettbewerb und entschloss sich spontan mitzumachen. "Als ich von dem Contest und seinem Titel hörte, dachte ich spontan an Argentinien, wo ich für zehn Monate nach dem Abitur im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes war", erzählt Simon Deregowski. In ihm wurden die Erinnerungen und Gefühle wieder wach an diesen Aufenthalt. Seine Gedanken gingen dabei in die Richtung, dass man nicht hinschauen soll, was fehlt, sondern sich auf die vielen schönen Dinge konzentrieren sollte, die vorhanden sind, und diese wie ein Puzzle zusammen zufügen.

"In Argentinien war ich mit Jugendlichen aus der ganzen Welt zusammen, lernte andere Kulturen und Ansichten kennen. Das war eine Bereicherung und Inspiration für mich. All dies floss mit in mein Lied ein", sagt er. Musik spielt bei Familie Deregowski eine große Rolle. Die Mutter ist Musiklehrerin, der Vater spielt Gitarre und die drei Geschwister spielen alle unterschiedliche Instrumente. Mit sieben Jahren begann er selber mit dem Schlagzeugunterricht in der Krefelder Musikschule. Dazu kamen später Gitarre und Gesang.

Nachdem "Puzzleteile" komponiert und geschrieben war, ging es in den heimatlichen Keller an die Aufnahme. Diese schickte Deregowski, der populäre Musik und Medien in Paderborn studiert, nach Berlin. Im Herbst 2015 erfuhr er per Mail, dass er zu den Gewinnern gehörte. Das sei ein gigantisches Gefühl gewesen, erinnert er sich. Wenn man Musik mache, gebe man ein Stück von sich selber preis und sei schon gespannt, wie andere dies aufnehmen würden.

Im November ging es für die Profi-Aufnahmen zwecks CD-Erstellung nach Berlin. Danach folgten Auftritte in Halle, Köln, Bonn und Potsdam, wobei Fahrten und Unterbringung vom Contest-Veranstalter gesponsert wurden. "In Halle sind ausgewählte Gewinner des Contests, darunter auch ich, als Vorband von Adel Tawil aufgetreten. Das war schon cool", schwärmt Deregowski. Mit dem Eine-Welt-Festival in Berlin, wo alle Sieger nochmals auftraten, endete der Contest.

Aber auch außerhalb des Wettbewerbs war Deregowski neben seinem Studium fleißig. In den Semesterferien schrieb und komponierte er zehn weitere Lieder, teils in Deutsch, teils in Englisch, die er erneut im heimatlichen Keller aufnahm. Unter dem Titel "Little Flames" entstand sein erstes Album, das online erhältlich ist. "Wenn ich auf einmal eine Melodie im Kopf habe, zücke ich mein Smartphone, drücke Sprachaufnahme und singe die Melodie leise darauf. Zuhause suche ich dann auf der Gitarre die Akkorde dazu", beschreibt Deregowski seine Vorgehensweise beim Komponieren.

Er selber findet, dass die Musik an sich viel mehr aussagt, als der Text, der bei ihm meist später dazu kommt. Über die Musik könne man sich ausdrücken, so seine Aussage. Seine Musik beschreibt der Krefelder als Popmusik, modifiziert mit elektronischen und akustischen Sounds.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: "Puzzleteile" - sein Song für eine Welt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.