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Krefeld
Rachmaninows Trio erklingt im Theater in der Bratschen-Version

Krefeld. Fürs Kammerkonzert am Sonntag im Foyer des Krefelder Theaters hat Natascha Krumik die Cellopartie im "Trio élégiaque" umgeschrieben. Von Heide Oehmen

Die einsätzige Erstfassung des "Trio élégiaque Nr.1 g-Moll" - ein romantisch-melancholisches Tongemälde aus der Feder des russischen Komponisten Sergej Rachmaninows (1873-1943) - eröffnet das dritte Kammerkonzert mit Mitgliedern der "Niederrheinischen Sinfoniker". Doch das Opus erklingt nicht in der ursprünglichen Fassung - Natascha Krumik, Bratschistin im Orchester, hat die eigentlich vorgesehene Cellostimme für ihr Instrument umgeschrieben. Mit ihr musizieren Tanja Cherepashchuk (Violine) und Yorgos Ziavras - Mitglied des Opernstudios - (Klavier).

Das im Jahre 1892 in wenigen Tagen entstandene Frühwerk wurde zwar im selben Jahr in Moskau uraufgeführt, aber erst 1947 publiziert. Es dokumentiert bereits den Personalstil des Komponisten und ist geprägt von elegischer Grundstimmung und leidenschaftlichen Ausbrüchen.

Beim Klavierquartett Nr.1 c-Moll op.15 von Gabriel Fauré (1845-1924) gesellt sich zu den Vorgenannten die Cellistin Lorena Meiners-Nitsch. Vorbild für dieses viersätzige Opus war das Klavierquartett des Fauré-Freundes Camille Saint-Saens. Dieser wollte mit seiner Komposition die jüngeren Tonsetzer motivieren, sich mehr der Kammermusik zuzuwenden. Die unüberhörbaren Einflüsse der deutschen Meister der Klassik und Romantik hat der Organist an St. Madeleine, Paris und Professor für Komposition am Pariser Conservatoire geschickt mit der Eleganz der französischen Musik verbunden.

Hervorzuheben ist der 2. Satz, ein Scherzo, das den verführerischen Reiz der Musik Faurés nachdrücklich zur Geltung bringt und zu den schönsten Eingebungen des viel zu wenig beachteten Komponisten zählt.

Konzert, Sonntag, 20. März, 11 Uhr, Foyer des Theaters, Kartenreservierungen unter der Telefonnummer 02151/805125, Eintritt: 11.50 Euro, ermäßigt acht Euro.

Quelle: RP
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