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Krefeld
Racing-Team der Hochschule Niederrhein fährt erstmals in die Top 10

Krefeld. Großer Erfolg für das Formula-Student-Team der Hochschule Niederrhein (HSNR): Beim zurückliegenden Rennen im italienischen Varano hat das Racing-Team erstmals den Sprung in die Top 10 des Gesamtklassements geschafft. Nach einem nahezu fehlerfreien Wochenende stand am Ende Rang neun zu Buche. "Das war ein weiterer Schritt nach vorne. Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis", freute sich Teamleiter Maximilian Kamps über das beste Ergebnis in der fünfjährigen HSNR-Racing-Geschichte. Insgesamt waren 40 internationale Teams am Start.

Bei einem Rennwochenende der Formula Student müssen acht Teilwettbewerbe absolviert werden. Diese sind in statische und dynamische Events unterteilt. Bei den statischen Wettbewerben werden unter anderem das Kostenmanagement, die Präsentation und das Design des Fahrzeugs bewertet. In den dynamischen Events geht es um die Leistungsfähigkeit des Boliden. Insbesondere beim Langsteckentest wusste das Team vom Niederrhein zu überzeugen. Bei dieser "Königsdisziplin" über gut 22 Kilometer müssen die Fahrzeuge ihre Haltbarkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. "Dass wir hier sogar auf Platz sieben gelandet sind, ist ein toller Lohn für die vielen Stunden Arbeit, die wir alle in das Projekt stecken", so Kamps.

Gemäß dem Reglement der Formula Student muss der Bolide zu jeder neuen Saison komplett neu gebaut werden. Prägnante Weiterentwicklung war beim RS16c beispielsweise die Verbesserung des kompletten Antriebs. "Der Motor ließ sich perfekt fahren und hatte Leistung bis in den Begrenzer", sagt Cedric Germes, der beim Formula-Student-Team für die Technik zuständig ist. Ein tieferer Schwerpunkt soll zudem eine bessere Kurvenstabilität gewährleisten und die Achslastverteilung verbessern. Zusätzlich wurden viele Details am Fahrwerk optimiert, um die Einstellungen schneller und einfach zu realisieren.

Das Rennwochenende in Italien wird den insgesamt 36 mitgereisten Teammitgliedern in guter Erinnerung bleiben. Und nicht nur wegen des tollen Resultats. "Neben dem motorsportlichen Wettstreit ist die Formula Student so etwas wie eine große Familie. Man kommt mit vielen Gleichgesinnten in Kontakt und dabei entstehen schnell Freundschaften. In Italien haben wir uns ganz besonders gut mit dem Team der Hochschule Pforzheim verstanden", berichtet Kamps. Dabei ist die Rivalität nicht sonderlich hoch: "Man freut sich, wenn die anderen gute Ergebnisse erzielen konnten. Schließlich sind wir doch alle wegen der gleichen Sache vor Ort."

Das nächste Rennen steht für die Niederrheiner auch schon vor der Tür. Am 23. August geht es für das Team nach Barcelona. Erstmals hat es mit einer Starterlaubnis für das prestigeträchtige Rennwochenende auf dem Formel-1-Kurs in Katalonien geklappt. Kamps: "Das wird noch eine ganz andere Hausnummer. Dort sind nämlich 75 Teams am Start."

Bei der 1981 in den USA gegründeten Formula Student sollen Studierende Lehrinhalte praktisch anwenden. Sie sammeln Erfahrungen in den Bereichen Konstruktion und Fertigung und lernen die wirtschaftlichen Aspekte des Automobilbaus kennen.

Quelle: RP
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