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Krefeld
Rätsel um umgekipptes Bergkreuz

Krefeld: Rätsel um umgekipptes Bergkreuz
Das Kreuz auf dem Kapuzinerberg bei der Eröffnung im Jahr 2004, damals noch ohne Bewuchs. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Das Kreuz auf dem Kapuzinerberg ist eines der Wahrzeichen des Inraths. Wurde es mutwillig abgebrochen? Derzeit ist das Kreuz bei der Stadt deponiert. Unklar ist noch, wer jetzt den Wiederaufbau finanziert. Von Sebastian Peters

Mehrere Anrufe von besorgten Inrather Bürgern gehen seit wenigen Tagen bei Rolf Hirschegger, Vorsitzender des Bürgervereins am Inrath, ein. Das markante Gipfelkreuz des 77 Meter hohen Kapuzinerbergs ist nicht mehr zu sehen. "Die Bürger befürchten bereits, dass es gestohlen sein könnte." Zumindest diese Sorge kann Rolf Hirschegger nehmen: Nach den Anrufen hat er am vergangenen Donnerstag den Kapuzinerberg im Hülser Bruch erklommen und gesehen, dass das Stahl-Kreuz auf dem Gebüsch lag, am Fuße abgebrochen. "Die Schweißnaht war sichtbar gebrochen." Hirschegger rätselt noch, wie es dazu kommen konnte. "Ich weiß nicht, ob es mutwillig abgebrochen wurde oder einfach marode war." Schon vorher habe das Kreuz verdächtig schräg gestanden, sagt Hirschegger.

Der Sockel des Kreuzes. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Seit 2004 steht das rund fünf Meter hohe Stahlkreuz auf dem Kapuzinerberg, einer alten Müllkippe. An gleicher Stelle standen bereits früher Gipfelkreuze, berichtet Hirschegger: "Es waren die Inrather Pfadfinder, die einst die Idee hatten, dort oben ein Gipfelkreuz aufzustellen. Das erste von ihnen aufgestellte Holzkreuz wurde abgebrochen, ein zweites sogar abgebrannt. Im Zuge der Sanierung des Kapuzinerbergs kam die Idee auf, das Holzkreuz durch ein Stahlkreuz zu ersetzen." Der Bürgerverein war maßgeblich an der Finanzierung beteiligt. Rund 1500 Euro kostete der Aufbau des Stahlkreuzes, das seitdem eine Landmarke für den Stadtteil ist. "Viele Bürger schauen aus ihrem Wohnzimmer direkt auf den Hügel und das Gipfelkreuz. Das Kreuz gehört zum festen Stadtteilbild", sagt Hirschegger, der darauf verweist, dass das Kreuz zwischenzeitlich sogar verlängert werden musste, weil es von unten wegen des Pflanzenwuchses nicht mehr sichtbar war.

Rolf Hirschegger hat jetzt nach der Begehung des Hügels Reinhard Possberg, Leiter der städtischen Forstabteilung am Schroersdyk, kontaktiert, der das Kreuz abtransportieren ließ. Derzeit lagert es auf dem städtischen Forsthof. Hirschegger sagt: "Wir als Bürgerverein warten jetzt darauf, welche Vorschläge die Stadt zum Wiederaufbau macht." Der Bürgerverein sei der Ansicht, dass die Finanzierung des Aufbaus durch die Stadt geleistet werden muss. "Wir haben der Stadt das Kreuz übergeben. Wir warten jetzt mal ab, wie die Verwaltung sich entscheidet."

In der Vorstandssitzung des Bürgervereins Inrath ist das fehlende Kreuz gestern Abend thematisiert worden. Rolf Hirschegger kann sich vorstellen, dass ein schmaleres Vierkant-Edelstahlrohr in den Boden eingelassen wird und das vorhandene Kreuz dann darauf gesetzt wird. Diese technische Frage müsse aber die Stadt klären, sagt der Bürgervereinsvorsitzende. "Wir wollen alle wieder, dass das Kreuz möglichst schnell steht.

Quelle: RP
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