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Krefeld
Rat: Gewerbegebiet mit Meerbusch planen

Krefeld. Der Rat hat gestern mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP die Weichen dafür gestellt, dass Krefeld und Meerbusch zusammen das Interkommunale Gewerbegebiet entlang der A 44 entwickeln. In der CDU stimmte der Landwirt Heinz-Albert Schmitz gegen seine Fraktion - wohl weil er den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen nicht mittragen will. Mit ihm lehnten Grüne, Linke und die UWG-Ratsgruppe die Entwicklung des Gewerbegebietes ab. Für die Befürworter betonte SPD-Ratsherr Jürgen Hengst, dass es zunächst um eine planerische Entscheidung gehe: "Es sind Optionen, über die wir hier reden", es gehe darum, "Potenzial an einem Top-Standort" zu schaffen. Kritik an den Plänen beruhe bislang auf "Behauptungen, die noch kein Mensch diskutiert haben kann", weil noch keine Entscheidungen über die Gestalt eines Gewerbegebietes gefallen seien. Die Chance der Entwicklung auszuschlagen, halte er für eine schlechte Entscheidung für Krefeld. Er hoffe, dass die Meerbuscher es mehrheitlich genauso sehen. Die dort bisher geäußerte Kritik an den Plänen sei eher "kleinteilig", weil es etwa um den Verlust von Wegen oder Ähnlichem gehe. Auch CDU-Ratsherr Jürgen Wettingfeld betonte die Chancen für Krefeld, die mit der Schaffung von bis zu 5000 neuen Arbeitsplätzen verbunden seien.

Die Grünen bekräftigten ihre Ablehnung der Pläne; sie kritisieren vor allem geplante Versiegelungen landwirtschaftlicher Flächen. Auch UWG-Sprecher Andreas Drabben sah den Verlust an landwirtschaftlichen Flächen kritisch und forderte, sich erst mit den Landwirten ins Benehmen zu setzen.

(vo)
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