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Krefeld
Rathausplatz: "Unzumutbare Zustände"

Krefeld. Anwohner beschweren sich über bolzende Jugendliche und deren "Trainer", der auch durch Obszönitäten aufgefallen sei. Von Jochen Lenzen

In der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung Mitte gab es massive Beschwerden von Anliegern der angrenzenden Lutherischen Kirch- und der Carl-Wilhelm-Straße über eine fußballbolzende Jugendgruppe, die auftauche, sobald die kleineren Kinder weg seien. Die Jugendlichen würden von einem ausländischen Mann "trainiert", der - wie die Jugendlichen - ebenfalls durch Urinieren in Abgängen zur Tiefgarage und an Hauswände und darüber hinaus durch obszönes Verhalten aufgefallen sei. Gäste des VHS-Bistros seien auch schon mit Bällen beschossen worden. Nach Geschäftsschluss würde am Bistro bei lauter Musik bis tief in den Abend "Party gefeiert". Außerdem hätten die Jugendlichen die Schirme der Kunstaktion der Friedenskirche auf dem Platz abgerissen und umhergeworfen. Auch Hauswände würden beschmiert.

Herbeigerufene Polizisten hätten zum Teil unangemessen und mit Antworten reagiert wie "Haben Sie was gegen Kinder?" oder "Sind Sie ausländerfeindlich?" und "Warum sind Sie denn hierhin gezogen?" Die Beschwerdeführer fühlten sich "von der Polizei nicht ernst genommen". Zwischen dem 1. August bis gestern hat die Polizei im Bereich des Von-der-Leyen-Platzes zehn Einsätze wahrgenommen, acht davon wegen Ruhestörungen und eine Sachbeschädigung bezüglich der Schirme, erklärt die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. "In einem Fall, am 25. August, beschwerten sich die Anwohner über Jugendliche, die Fußball gegen eine Hauswand spielten. Dieser Einsatz wurde vom Kommunalen Ordnungsdienst wahrgenommen. Der Einsatz fiel nicht in die Zuständigkeit der Polizei." Falls es zu Straftaten oder Gefahrenlagen in dem Bereich kommt, bittet die Polizei die Betroffenen, sich per Notruf bei ihr zu melden.

Quelle: RP
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