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Krefeld
RE7: Erste Fahrten des neuen Betreibers

Krefeld: RE7: Erste Fahrten des neuen Betreibers
Die neuen Züge bringen es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer. FOTO: Nationalexpress
Krefeld. Vom 13. Dezember an betreibt der britische Anbieter National Express Rail die Regionalexpress-Linie RE7 statt der Deutschen Bahn. Der Vorlaufbetrieb hat begonnen; Kunden können erstmals die neuen Züge testen. Von Martin Röse

Krefelder Bahnkunden sollen bald nicht mehr rot sehen, sondern blau-weiß: Statt der Doppelstockwagen der Deutschen Bahn AG verkehren ab 13. Dezember auf der Regionalexpress-Linie RE7 Fahrzeuge vom Typ Talent des neuen Betreibers National Express Rail aus Großbritannien.

Seit gestern können die Bahnkunden die neuen Züge testen, denn gestern ging der National Express in den sogenannten Vorlaufbetrieb. Heißt im Klartext: Einzelne Fahrten führt der künftige Betreiber im Auftrag der Deutschen Bahn Regio durch - mit eigenen Fahrzeugen und eigenen Lokführern. Bei Bahnkunden ist der RE7 berüchtigt - als eine der vier Linien in NRW mit den meisten Verspätungen. Laut Verkehrsverbund Rhein-Ruhr kam im vergangenen Jahr jeder fünfte Zug zu spät. Das will National Express ändern. Die neuen Züge, die die roten Doppelstockwagen der Bahn ersetzen werden, bringen es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und beschleunigen schnell, wenn sie nicht "ausgebremst" werden - etwa, weil Rollstuhlfahrer wegen zu niedriger Bahnsteigkanten nicht einsteigen können.

Nationalexpress test Echtbetrieb RE 7 und RB 48

"Im Rahmen der vorgezogenen Betriebsaufnahme kann National Express Erfahrungen im Regelbetrieb sammeln und Triebfahrzeugführern einen nahtlosen Betriebsübergang ermöglichen", erklärt Unternehmenssprecher Marcel Winter. Bereits Anfang Oktober gab es die ersten Test- und Schulungsfahrten - allerdings noch ohne Passagiere. National Express hat drei- und fünfteilige Züge bei Hersteller Bombardier bestellt. Die dreiteiligen Züge verfügen über 160, die fünfteiligen Züge über 255 Sitzplätze.

Zudem gibt es in den Zügen des Herstellers Bombardier jeweils Videoaufzeichnungen sowie einen Mehrzweckbereich mit Fahrradabstellmöglichkeit im Mittelwagen (gekennzeichnet durch ein Fahrradsymbol an den Türen), behindertengerechtes WC, zusätzlich ein Standard-WC in den fünfteiligen Zügen.

Wenn der Handy-Akku schwächelt: Stromversorgung unter dem Sitz.

Krefelder Abfahrtzeiten findet man unter www.nationalexpress.de

Blick in den Talent. 160 Sitzplätze gibt's im dreiteiligen Zug.
Quelle: RP
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