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Krefeld
Rechnungsprüfer sollen Mietverträge mit Politikern prüfen

Krefeld: Rechnungsprüfer sollen Mietverträge mit Politikern prüfen
In dem Mehrfamilienhaus an der Inrather Straße hat die Stadt Krefeld sieben Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen aus Eritrea, Libanon, Syrien, Marokko und Serbien gemietet. (Archivbild) FOTO: nos
Krefeld. Die Stadt Krefeld lässt alle Mietverträge überprüfen, welche die Verwaltung mit Politikern der Stadt geschlossen hat. Einem SPD-Ratsherrn überweist die Stadt jährlich 50.700 Euro für sieben Wohnungen.

Die Stadtverwaltung gab am Donnerstag bekannt, dass Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) den Fachbereich Rechnungsprüfung beauftragt habe, bestehende Verträge zur Anmietung von privaten Wohnungen und Immobilien zwischen der Stadt Krefeld und Mitgliedern des Rates, der Bezirksvertretungen sowie der Ausschüsse darzustellen.

Dabei soll auch die Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der Miethöhe, Laufzeit der Verträge und Nebenbestimmungen beurteilt werden.

An der Inrather Straße 231 in dem Mehrfamilienhaus des SPD-Ratsherrn Mustafa Ertürk hat die Stadt sieben Wohnungen für eine Jahreswarmmiete von 50.700 Euro gemietet. Das ist eine Warmmiete von knapp mehr als zehn Euro pro Quadratmeter.

Der Prüfauftrag des Oberbürgermeisters umfasst die in der Zeit von Januar 2014 bis September 2017 abgeschlossenen Verträge. Das Ergebnis soll in einem entsprechenden Prüfbericht dargestellt und dem Rechnungsprüfungsausschuss vorgelegt werden.

(sti)
 
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