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Krefeld
Reform: Regionalvikar wird vom Bischof ernannt

Krefeld. Dreiköpfige Teams ersetzen das Amt des Regionaldekans. Das Modell gilt bis zum Jahr 2021. Von Jens Voss

Im katholischen Krefeld ist es mit Spannung erwartet worden: Aachens Bischof Helmut Dieser hat eine Reform des Regionaldekan-Amtes angekündigt (wir berichteten). Gestern nun hat Aachen gesprochen und erläutert, wie sich das Bistum die Zukunft dieses Amtes vorstellt. Im Kern wird aus dem einen Amt als Bindeglied zischen Bischof und Gemeinden vor Ort ein Leitungsteam, bestehend aus einem Regionalvikar, einem pastoral-hauptamtlichen und einem ehrenamtlichen Mitarbeiter. Diese Teams sollen in den acht Regionen des Bistums ab September ihre Arbeit aufnehmen. Der Bischof will damit den "Heute bei dir"-Prozess stärken.

Zum Verfahren: Jeder Geistliche, jeder pastorale und jeder ehrenamtliche Mitarbeiter kann Priester für das Amt des Regionalvikars vorschlagen. Aus diesen Vorschlägen wählt der Bischof einen Kandidaten aus und ernennt ihn. Auch der hauptamtlich-pastorale Mitarbeiter wird vom Bischof ernannt, während der ehrenamtliche Mitarbeiter vom Regionalpastoralrat ins Leitungsteam gewählt wird. Der Regionaldekan von früher war in der jeweiligen Region gewählt worden.

Der Bischof ist bemüht, die Änderung nicht als Verlust an Demokratie in der Kirche dastehen zu lassen. Im Gegenteil: Intendiert ist durch das Vorschlagswesen ein Mehr an Beteiligung auch der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirche. Zugleich betont der Bischof, dass dieses Gremium-Modell nicht in Stein gemeißelt ist, sondern erst einmal bis zum Jahr 2021 gilt - also für die Dauer der "Heute bei dir"-Kampagne, mit der der Bischof mit den Gläubigen im Bistum ins Gespräch kommen möchte. In einem Brief an die Mitarbeiter und die diözesanen Räte erklärt Dieser, "dass ich damit keine Vorwegnahme späterer Leitungsmodelle auf der Regionalebene nach 2021 vornehme. Vielmehr sehe ich die Errichtung der Regionalteams als eine Stärkung und gezielte Nutzung der bestehenden Struktur unserer acht Regionen für den Prozess 'Heute bei dir' an."

Derzeit sind in vier der acht Regionen des Bistums die Ämter des Regionaldekans vakant; in drei der anderen vier Regionen enden demnächst die Amtszeiten. Der für die Region zuständige pastorale Mitarbeiter im jeweiligen Büro der Regionaldekane übernimmt die Geschäftsführung des Regionalteams.

"Ich freue mich, sehr bald acht Teams für die Regionen begrüßen zu können, die dann sowohl das kirchliche Leben in der Region in bewährter Form, doch personell verstärkt, leiten und fördern als auch die Verbindung mit dem Prozess "Heute bei dir" entwickeln werden", heißt es weiter.

Quelle: RP
 
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