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Krefeld
Rentenversicherung: FDP stellt Idee vor, um den Wegzug zu verhindern

Krefeld. Dem Servicecenter der Deutschen Rentenversicherung in Krefeld droht die Schließung. Die Geschäftsführung will im Juni dem Vorstand über das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsprüfung berichten. Dann soll die Entscheidung fallen, ob die Sanierung der eigenen Immobilie an der Grenzstraße sich rechnet (wir berichteten exklusiv).

Der Krefelder Stadtrat beschäftigt sich am Donnerstag, 2. Juni, mit dem möglichen Wegzug der Rentenversicherung mit ihren rund 90 Beschäftigten in Krefeld in die Hauptverwaltung nach Düsseldorf. Die FDP-Fraktion präsentierte gestern einen Vorschlag, um das umfangreiche Angebot, das mit dem Servicecenter verbunden ist, in Krefeld zu behalten. Eine Alternative zum Wegzug sei es, dass die Stadt der Rentenversicherung Büros zur Verfügung stelle, in denen Mitarbeiter der Rentenversicherung für diese weiter die Beratungsleistungen anbieten könnten.

Mitarbeiter der Rentenversicherung in Krefeld hätten eine Stellungnahme der Stadt zur möglichen Aufgabe des Service-Zentrums an der Grenzstraße erwartet, sagte Joachim C. Heitmann, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion. Die Belegschaft habe außerdem darauf hingewiesen, dass die Stadt gegebenenfalls gezwungen sein könnte, vor Ort in einem städtischen Versicherungsamt eigenes zusätzliches Personal zur Rentenberatung zur Verfügung zu stellen. Rentenberatung sei nämlich eine Pflichtaufgabe der Kommunen, bestätigte die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion. Die FDP-Stadtratsfraktion sieht in der möglichen Aufgabe des Service-Zentrums an der Grenzstraße und den Wegzug in die Landeshauptstadt den "Verlust einer oberzentralen Funktion Krefelds".

"Die Wirtschaftlichkeitsüberlegungen der Rentenversicherung sind durchaus für uns nachvollziehbar", sagte Heitmann. Ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben könnten, wäre es, wenn Mitarbeiter der Rentenversicherung in von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten vor Ort beraten würden. Dies dürfte unter dem Strich für die Stadt weniger aufwendig sein, als wenn sie zusätzliches eigenes Personal für die Rentenberatung bereitstellen müsste, meint die FDP-Stadtratsfraktion. Die Mehrkosten dürften im Millionenbereich liegen.

(sti)
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