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Krefeld
Reparatur des Rheinsteigers startet: Montag spektakuläre Kran-Aktion

Krefeld: Reparatur des Rheinsteigers startet: Montag spektakuläre Kran-Aktion
Seit Ende Juni vergangenen Jahres darf der Rheinsteiger nicht mehr genutzt werden, Bei einer Routineuntersuchung waren so schwere Schäden festgestellt worden, dass alle geplanten An- und Abfahrten storniert werden mussten. Am Montag beginnt nun die Sanierung. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Damit wieder Passagierschiff mit einer Länge bis zu 135 Meter an- und ablegen können, werden Steg und Ponton am Rheinufer grundsaniert. Bis Ende April soll der Steiger wieder funktionstüchtig sein. Von Jochen Lenzen

Ab 7 Uhr wird am kommenden Montag am Uerdinger Rheinufer ein großes Kranschiff aus Köln-Godorf erwartet, das in den folgenden Stunden den nicht mehr funktionstüchtigen Rheinsteiger aus dem Fluss hieven wird. "Zuerst wird die Landungsbrücke und anschließend der Ponton an Land gehoben. Das kann innerhalb von vier, aber auch von einigen Stunden mehr geschehen", erklären Hafenbetriebsleiter Ralf Schoop und Hafenmeister Peter Plarre. Die beiden Teile des Rheinsteigers werden in den kommenden drei, vier Wochen an Ort und Stelle saniert, damit dann wieder die für die Attraktivität Uerdingens so wichtigen Passagierschiffe an- und ablegen können.

Schon Ende Juni vergangenen Jahres hatte die Stadt mitgeteilt, dass der Rheinsteiger auf Weisung des Wasser- und Schifffahrtsamts für unbestimmte Zeit nicht mehr von Passagierschiffen genutzt werden könne. Bei einer Routineuntersuchung, die alle sechs Jahre fällig ist, waren Schäden festgestellt worden, die die Stornierung aller geplanten An- und Abfahrten nötig machte.

Daraufhin hatte die Hafengesellschaft erklärt, sich um eine schnellstmögliche Lösung bemühen zu wollen. Einen Monat später stellte sich aber heraus, dass die Instandsetzung des Steigers nicht nur länger dauern, sondern auch deutlich teurer werden würde, zumal auch am Ufer umfangreichere Baumaßnahmen vonnöten seien. Damit war an eine erhoffte rasche Fertigstellung nicht mehr zu denken.

Dann verzögerte sich laut Schopp auch noch das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren durch die Bezirksregierung, weil noch eine Statik nachgeliefert werden musste. Letzten Endes muss nämlich sichergestellt sein, das am Uerdinger Rheinufer neben den Ausflugs- auch bis zu 135 Meter lange Flusskreuzfahrtschiffe an- und ablegen können, die mit der Rheinströmung enorme Zuglasten entwickeln.

Auf der Rheinwerft erhält der Ponton eine neue, dickere Stahlwand und wird zur Stabilisierung innen massiv verstärkt, erläutert der Hafenbetriebsleiter. Die Landungsbrücke, also der Steg, hat sich über die Jahre verzogen, wird neu gerichtet und bekommt einen neuen Korrosionsschutz.

Am Ufer müssen aufwendige Betonfundamente für neue Poller eingebracht werden, weil die alten nicht mehr den technischen Anforderungen genügten, das heißt, den starken Zurrkräften nicht mehr gewachsen waren. "Darüber hinaus wird ein neuer Dalben aus Stahl gesetzt", kündigt Ralf Schoop an und erklärt: "Das ist ein Pfahl, der als Festmacher für die Stahlseile der Schiffe in den Ufergrund gerammt wird."

Quelle: RP
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