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Krefeld
Robert-Jungk: Was Klimaschutz mit Essen zu tun hat

Krefeld. Klimaschutz konnten die Schüler an der Robert-Jungk-Gesamtschule (RJG) am Mittwoch tatsächlich schmecken: Im Rahmen der Projektwoche "Probier mal Klimaschutz" kochten dort die Teilnehmer des Hauswirtschaftskurses der Jahrgangsstufe 10 ein leckeres Ratatouille mit Reis für ihre Mitschüler. Dabei konnten sie auch gleich erfahren, was Hamburger mit Pommes oder Erdbeeren mit dem Ausstoß von Treibhausgasen zu tun haben. Das alles findet statt im Rahmen der Klimawoche, die aktuell vom Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit der Schule durchgeführt wird. Von Cornelia Brandt

Ein Quizspiel, eine Ausstellung und verschiedene Koch-, Probier- und Mitmachaktionen sollen die Schüler für die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klima sensibilisieren und gleichzeitig zeigen, dass gesundes, klimafreundliches Essen durchaus lecker sein und Spaß machen kann. "Unser Auftrag ist Bildung und Erziehung. Ernährung ist da ein wichtiger Baustein", sagt Schulleiterin Regina Lingel-Moses.

Die Schüler erhalten praktische Anregungen, wie jeder seinen Alltag ohne große Mühe oder Kosten klimafreundlicher gestalten kann. So ist etwa in der Ausstellung zu erfahren, wie stark der Erdöl-Verbrauch für den Transport von einem Kilogramm Erdbeeren je nach Herkunftsland variiert: Bei Erdbeeren aus der Region rechnen die Verbraucherschützer mit 250 gefahrenen Kilometern, was einen Erdölverbrauch von 28 Milliliter pro Kilogramm Erdbeeren macht. Kommt die süße Frucht aus Italien zu uns, dann steigt der Erdölverbrauch bei veranschlagten 1260 Kilometern schon auf 100 Milliliter. Wer jedoch selbst im tiefsten Winter nicht auf die kleinen roten Leckerbissen verzichten mag, wird im Geschäft Erdbeeren etwa aus Südafrika kaufen. Mit 11.450 Kilometern und 4800 Millilitern Erdöl-Verbrauch je Kilogramm Früchte schlagen die dann richtig zu Buche. Auch Vegetarisches auf dem Speiseplan sei generell nicht nur gesünder, sondern auch klimafreundlicher als eine Ernährung mit viel Fleisch, bei dessen Produktion große Mengen des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden.

Gefördert wird das Projekt MehrWert NRW aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: RP
 
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