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Krefeld
Robert Norths Uraufführung: Familientanz mit dem Teufel

Krefeld. Am Samstag hat "Teufelskreis" Premiere. Es geht um Szenen aus dem Alltag einer Familie im 21. Jahrhundert. Von Petra Diederichs

Den Teufel stellt sich Robert North als Jack-Nicholson-Charakter vor. Auch ohne die typischen Attribute wie Hörner, Schwanz und Pferdefuß ist er diabolisch und höchst gefährlich. Er lauert seinen Opfern auf mit Verführungen, die Flucht aus einem leeren Alltag verheißen: Alkohol, Computerspiele, mediale Welten. In "Teufelskreis" erzählt der Chefchoreograf von den Versuchungen, die eine Familie im 21. Jahrhundert treffen können. Am Samstag ist Premiere im Theater - ausnahmsweise bereits um 18 Uhr.

Vor zwölf Jahren hat North das Konzept für das Aalto Theater in Essen auf die Tanzbühne gebracht. Für Krefeld hat er es neu überarbeitet, eine neue Szene eingearbeitet. Er will Szenen aus dem Alltag einer Gegenwartsfamilie erzählen. "Vor allem auf den jungen Leuten liegt ein Fokus. Die haben es heute extrem schwer. Zukunftsängste und der druck, keinen Job zu finden, sind strake Belastungen", sagt er. Die Nöte einer Durchschnittsfamilie und ihre Generationenkonflikte setzt er zu einem breiten Klangmix um - von Michael Jackson und den Einstürzenden Neubauten bis Bach und Sibelius.

"Es ist eine schwarze Komödie mit einem ironischen Blick auf das Leben von Durchschnittsleuten", sagt North. Da werde Alessandro Borghesani als Teufel schon mal aus einem TV-Bildschirm oder Computerspiel herausspringen. Die Bühne hat Udo Hesse nach einem Konzept von Manfred Gruber "für ein Ballett ungewohnt reichlich" ausstaffiert, auch Video- und Filmsequenzen werden eine Rolle spielen. Die Aufführung dauert 1,5 Stunden, es gibt eine Pause.

Samstag, 6. Mai, 18 Uhr, Theater; Kartentelefon 02151 805125.

Quelle: RP
 
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