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Krefeld
RP-Leser spenden Hörgeräte für Indien

Krefeld. Die Bockumer Ärztin Susanne Wagener hatte die Krefelder zur Hilfe aufgerufen. Von Sebastian Peters

Susanne Wagener, HNO-Ärztin aus Bockum, ist von der Reaktion immer noch überrascht: Zahlreiche Hörgeräte haben ihre Patienten gespendet, nachdem unsere Redaktion im vergangenen Jahr über Wageners Sammelaktion berichtet hatte. Die Ärztin war Anfang 2015 in die 20 000-Einwohner-Stadt Penukonda in der ärmlichen indischen Provinz Andra Pradesh gereist, um dort zu helfen, erkannte dabei einen großen Mangel an Hörgeräten. 80 Prozent ihrer Patienten litten an Hörschäden, attestierte die Ärztin, die in Verberg wohnt. Über unsere Zeitung rief sie auf, Hörgeräte zu spenden.

Nach dem Ende der Sammlung ist Susanne Wagener jetzt wieder nach Indien gefahren. 100 Hörgeräte hat sie dort schon eingepasst. Ebenso hat sie, wie lange geplant, eine ambulante Station in Indien eröffnen können. Ein ganzer Container mit medizinischen Hilfsgütern steht noch in Krefeld.

Die Ärztin hatte im Januar 2015 ihre hiesigen Patienten aufgerufen, alte Hörgeräte nicht wegzuschmeißen, sondern in ihrer Praxis abzugeben. "Hier in Deutschland bekommen die Patienten im Schnitt alle sechs Jahre ein neues Hörgerät, weil die Technik dann überholt ist." In Indien aber würden die Geräte nach einer kleinen Reparatur für die Menschen noch gute Dienste leisten, sagt Wagener. Eine ihr bekannte Hörgerätetechnikerin hatte sich bereiterklärt, die Geräte aufzuarbeiten. "Ein älteres Modell ist besser, als wenn die Menschen dort gar nichts haben", sagt Susanne Wagener.

Quelle: RP
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