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Krefeld
RSG-Fußballer bauen Flüchtlingsteam auf

Krefeld. Der neue Vorstand der Rasensportgemeinschaft hat sich für die Zukunft viel vorgenommen.

Im Oktober/November 2015 hat der neue Vorstand der Abteilung Fußball in der RSG (Rasensportgemeinschaft) Verberg-Gartenstadt unter dem Vorsitz von Dietmar Niemann seine Arbeit aufgenommen und sich sogleich eine Reihe von Aufgaben gestellt: Die Sportanlagen an der "Eibe" sollen in einen Top- Zustand gebracht werden; der Rasenplatz soll besandet und für den Schulsport reaktiviert werden. Außerdem möchte der Vorstand künftig eine Beachvolleyballanlage anbieten. Seit August wächst bei der RSG auch ein Team aus Flüchtlingen heran. Knapp 20 Erwachsene bilden unter Hans Bollesens ein Team, das der Verein naher Zukunft in den Wettkampf bringen will. "Die Jugend - rund zehn Kinder verschiedener Altersstufen - ist integriert", so Oliver Schwarz, Sportlicher Leiter der Fußballabteilung.

Die RSG komme allerdings allmählich an ihre finanziellen Grenzen. Die Förderung aus dem Bundesprogramm "Integration durch Sport" helfe zwar, doch das reiche nicht aus. Die RSG benötigt zwei Kleinbusse, da die Flüchtlinge nur ein Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Dies mache die Teilnahme an den Auswärtsspielen sehr schwierig. Für die Kommunikation mit gesetzlichen Vormündern oder den Behörden sei auch eine fachlich qualifizierte Unterstützung von Nöten. Schwarz: "Wir werden ein Team bilden, brauchen aber noch viel Hilfe."

Zur sportlichen Entwicklung, Mitgliedergewinnung und zur besseren Verankerung im Umfeld hat die RSG Kooperationen mit der Kindertagesstätte Neuhofsweg, der Grundschule Haus Rath, der Edith-Stein-Grundschule und mit der Fußballschule Glo-BallSports auf der RSG-Anlage begonnen. Alle diese Kooperationen sollen weiter ausgebaut und die "normale Jugendarbeit" mit Zeltlager, DFB-Abzeichen, Weihnachtsfeier und Trainingslager mit der Jugend sowie die kontinuierliche Weiterbildung der betreuenden Trainer fortgeführt werden.

Die Siedlergemeinschaft "Zur Eibe" und die RSG haben jetzt ihre Grünflächen von Schmutz, Dreck, Müll und Laub befreit. Bei der viereinhalbstündigen Aktion, die mit einem gemeinsamen Grillen endete, waren 40 Kinder sowie 20 Eltern und Verantwortliche der RSG auf der Anlage. In diesem Jahr gab es deutlich weniger Müll auf der Anlage als in den vergangenen Jahren. Die Einstellung eines Platzwarts auf der Anlage sei deutlich zu spüren gewesen, berichtet Oliver Schwarz.

Quelle: RP
 
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