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Krefeld
Sanierung der Egelsbergmühle wird 60.000 Euro teurer

Krefeld. Bei der Jahresversammlung des Bürgervereins Traar ging es auch um Moerser Landstraße, Niepkuhlenbrücke und die Flüchtlingshilfe.

Der Sanierungsbedarf der Egelsbergmühle, die der Bürgerverein Traar von der Stadt angemietet hat, ist nach Ermittlung eines Architekten rund 60.000 Euro teurer als die zunächst veranschlagten 90.000 Euro. Das teilte Vorsitzender Marc Blondin am Donnerstagabend bei der Jahresversammlung mit. Deshalb hat der Bürgerverein beantragt, einen städtischen Eigenanteil in den Haushalt aufzunehmen. Außerdem sollen potenzielle Spender zu besonderen Mühlenabenden eingeladen werden. In der Mühle könnte künftig auch in kleinerem Maße die Veranstaltung "Lecker Advent" stattfinden. Vier Tage Arbeit mit Auf- und Abbau durch wenige Helfer stünden in keiner Relation zu einer Fünfstunden-Veranstaltung.

Auf der Moerser Landstraße soll zwischen Buscher Holzweg und der Lindenallee Flüsterasphalt aufgebracht werden. Blondin: "Eigentlich hatten wir aus dem Programm des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes ein Gesamtpaket für die Straße beantragt. Wir hoffen, dass das durch die genannte Maßnahme nun nicht obsolet wird." Dasselbe gelte für das Verkehrskonzept, das vor dem Bau eines Nachversorgers im Ortskern erarbeitet werden sollte; die Verwaltung habe sich dazu noch nicht geäußert. In diesem Zusammenhang wurde aus dem Plenum angemahnt, die Sanierung des Rathauses nicht zu vergessen. Der Bürgerverein solle auf eine Lösung mit einer weiteren Nutzung durch die Stadt drängen.

Besonderen Wert legt der Bürgerverein auf den Neubau der Niepkuhlenbrücke und hat daher den Antrag gestellt, das für die Naherholung wichtige Projekt von 2018 auf 2017 vorzuziehen.

Neben der Traglufthalle, in der die Flüchtlinge untergebracht sind, werde die Stadt, so Blondin, weitere Container aufstellen. Darin soll den Flüchtlingen Gelegenheit gegeben werden, sich außerhalb der fensterlosen Halle mit nicht selten erhöhtem Lärmpegel zusammenzusetzen und auch vertiefen zu können, was sie in den Deutschkursen bei der VHS, im Traarer Rathaus und in den Gemeinderäumen von St. Josef und der Thomaskirche lernen. Der Bürgerverein selbst will seine beiden Zelte aufstellen und eine Sammelaktion für Biertischgarnituren starten, an denen die Flüchtlinge bei gutem Wetter im Freien sitzen können. Eine spontane Sammlung erbrachte an dem Abend das nötige Geld, um sechs Fahrräder zu kaufen, die ein örtlicher Händler zu günstigsten Konditionen angeboten hat.

(lez)
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