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Krefeld
Schätzchen auf zwei Rädern

Krefeld: Schätzchen auf zwei Rädern
Marko Bergfeld und Sohn Maurice auf Zündapp Sport Combinette ´64 er Jahrgang, restauriert in vier Monaten. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Eine Reise in die Geschichte der Zweiräder konnten am Wochenende die Besucher der Zweitaktertreffens unternehmen: Während am Samstag nur eine Handvoll Krefelder dem Regen auf dem Gelände von Mo's Bikertreff an der Kleinewefersstraße trotzte, war die Schar der Zweiradenthusiasten am Sonntag deutlich größer.

"Wir präsentieren den Krefeldern Zweiräder aus der Zeit des Wirtschaftswunders", sagte David Klug von den veranstaltenden Moped- und Mofafreunden aus Duisburg und zeigte auf ein NSU-Fahrrad aus den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das Besondere an ihm: an der Lenkstange war ein Hilfsmotor der Marke "Rex am Riemen" montiert. Der Münchner Motorenhersteller Rex bot diese Hilfe im Baukastensystem zur Selbstmontage an jedem Fahrrad an. Über ein in die Speichen des Vorderrades zusätzlich eingebautes Riemenrad wurde die Kraft des Hilfsmotors übertragen. Noch älter - Baujahr 1924 - war das Fahrrad der Marke Diamant, das Matthias Hartmann ausstellte.

"Das hat mir ein Bekannter meiner Mutter, dem ich einmal geholfen habe, zum Dank geschenkt", berichtete der 43-jährige gebürtige Sachse, der an dem Gefährt stilecht eine für diese Zeit typische Karbidlampe montiert hatte. Über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügt auch Armin Rau aus St. Tönis. Er war mit seinem von NSU in Lizenz gefertigten Roller der Marke Lambretta, Baujahr 1956, gekommen. Vor 20 Jahren hat er das Gefährt erworben und restauriert. "Seitdem hat es mich noch nie im Stich gelassen", berichtet der 68-jährige stolz. "Anders als der Heinkelroller meines Kollegen, bei dem heute Morgen der Gangzug gerissen ist." 6,8 PS sorgen bei der Lambretta für eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Nicht auf Geschwindigkeit sondern auf Geschicklichkeit kam es bei einem Slalomparcours an, den man mit einem in Frankreich gebauten Mofa der Marke Mobylette absolvieren konnte. So motorisiert waren die heute 40- und 50-jährigen in ihrer Jugend in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts unterwegs.

(hrl)
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