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Krefeld
Schüler werden Manager

Krefeld. Zwei Jahre lang haben 25 Krefelder Schüler beim Projekt "Junior Management Academy" samstags zusätzlich die Schulbank gedrückt. So eigneten sie sich vertieftes ökonomisches Wissen an. Gestern wurden sie dafür geehrt. Von Sebastian Radermacher

Zwei Jahre lang hatte Manuel Essers samstags zusätzlich die Schulbank gedrückt – beim Weiterbildungsprojekt "Junior Management Academy Krefeld" (Jumak). Stolz hielt er gestern seine Abschlussurkunde in den Händen. Zwei Jahre, in denen Essers und 24 weitere Krefelder Schülerinnen und Schüler sich vertieftes ökonomisches Wissen aneignen konnten.

Gestern überreichte Frank Lorenz, Geschäftsführer für den Bereich Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, den Schülern ihre Zertifikate. "Ich habe in den zwei Jahren viel für die Zukunft gelernt. Jetzt ist mir klar, in welchen Bereichen ich später arbeiten will", sagte Essers, Schüler des Gymnasium Fabritianum. Mit den Zertifikaten können die angehenden Abiturienten bei ihren künftigen Bewerbungen viele Pluspunkte sammeln. "Sie haben sich über einen langen Zeitraum explizit weitergebildet – das bringt ihnen viele Vorteile", sagte Horst Obdenbusch, Schulleiter des Gymnasium Fabritianum.

25 hochmotivierte Schüler

Vor drei Jahren reifte in ihm der Gedanke, Krefelds Schüler zu künftigen Managern zu machen. Nach einem Jahr der Planung rief der Schulleiter das Jumak-Projekt ins Leben – ein auf zwei Jahre angelegtes Seminar, das Schülern der Jahrgangsstufe 11 der weiterführenden Schulen in Krefeld die Möglichkeit geben sollte, vertieftes Wirtschafts-Wissen außerhalb der Schulzeit anzueignen. 25 Schüler kamen in den vergangenen zwei Jahren immer samstags vormittags zusammen und wurden in verschiedenen Wirtschafts-Themen von Professoren der Fachhochschule Düsseldorf unterrichtet – mit Erfolg. Dabei war Schulleiter Obdenbusch zu Beginn noch skeptisch. "Das Projekt hat hohe Anforderungen an die Schüler gestellt. Ich war nicht sicher, ob alle Teilnehmer das zwei Jahre lang durchziehen würden", sagte Obdenbusch rückblickend. Aus Skepsis wurde Stolz. "Am Ende war ich völlig perplex. Alle 25 Teilnehmer waren von Anfang bis Ende dabei und haben fast keine Unterrichtseinheit verpasst. Das ist schon toll", berichtete der Schulleiter.

Zum Abschluss des Jumak-Seminars mussten die Schüler eine eigene Geschäftsidee entwickeln und diese professionell präsentieren. Eine Jury – bestehend aus Mitgliedern des Jumak-Vorstandes – bewertete das selbst erstellte Konzept der Jugendlichen. Die Jury fungierte als fiktiver Investor für eine Firmengründung, den die Schüler von ihrem Projekt überzeugen mussten. Dabei konnten die jungen Wirtschaftsexperten ihr erlerntes Fachwissen in vollem Maße einbringen. "Die Ergebnis können sich wirklich sehen lassen. Die Schüler hatten einen unglaublichen Durchsetzungswillen", sagte Schulleiter Obdenbusch.

Quelle: RP
 
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