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Krefeld
Schwergut-Experte Felbermayr investiert in neue Halle

Krefeld: Schwergut-Experte Felbermayr investiert in neue Halle
Der Schwertransportspezialist Felbermayr hat seine Deutschlandzentrale im Krefelder Hafen ausgebaut und eine neue Halle gebaut. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der Schwertransportspezialist Felbermayr hat seine Deutschlandzentrale im Krefelder Hafen ausgebaut. Gut zwei Jahre nach der Verlagerung des Sitzes von Hilden in die Seidenstadt haben sich die Geschäfte der Gesellschaft so gut entwickelt, dass eine dritte Halle notwendig wurde. Von Norbert Stirken

Auf einer Grundfläche von 1500 Quadratmetern hat die Felbermayr Deutschland GmbH nun die mit einem 16-Tonnen-Kran ausgestattete Immobilie bezogen. Die Halle ist als Lagerstätte für Montageausrüstung und als Zwischenlager für die Kunden eingeplant. Die Erweiterung sei ein Zeichen, wie viel Arbeit er und seine Mannschaft derzeit hätten, erklärte Niederlassungsleiter Jürgen Schüring in der Hafenzeitung. Das Grundstück, auf dem die neue Halle errichtet wurde, ist gemietet.

Vor allem das Geschäft mit dem Transport von riesigen Windkraftanlagen bringt den Standort nach vorne. Felbermayr hat aus diesem Grund bereits zehn neue Mitarbeiter eingestellt. Der Umschlag sei nahezu verdoppelt worden, berichtet Schüring. Krefeld sei inzwischen zu einer bundesweit beachteten Zentrale für den Transport der großen und schweren Komponenten geworden.

Daran war im März 2014 noch nicht zu denken, als Felbermayr plante, die Deutschland GmbH von Hilden nach Krefeld zu verlegen. An der Bataverstraße hat das Unternehmen sechs Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Dort verfügt der Spezialist zunächst über rund 25.000 Quadratmeter Fläche. In der vorläufigen Endausbaustufe kommen weitere 15.000 gemietete Quadratmeter hinzu. Felbermayr baute in einem ersten Schritt eine neue 66 Meter lange, 60 Meter breite und 18,70 Meter hohe Schwergutlagerhalle mit zwei 200-Tonnen-Kränen und einem zusätzlichen Verwaltungsbau. 2015 haben am Standort Krefeld gut 50 Beschäftigte ihre Arbeit in den Sparten Transport, Montage, Verwaltung, Pflege und Wartung sowie Lager aufgenommen. Hinzu kam ein Partner mit weiteren 15 bis 17 Arbeitsplätzen, der sich seitdem um den Verpackungsbetrieb kümmert. Die vorhandenen Containerräume wurden darüber hinaus komplett erneuert, um auch Übernachtungsmöglichkeiten für Fahrer und Begleitung von eigenen und fremden Schwertransporten zu bieten, die auf der Fläche im Hafen Zwischenstation machen.

Der nicht tragfähige Untergrund musste mit Baggern umgeschichtet werden. Anschließend wurden bis zu 25 Meter tiefe Pfahlfundamente aus Stahlbeton gegossen. Die gesamte Bodenplatte der Halle liegt in einer Art Wanne, die als Sicherheit für das Grundwasser und das Wasser im nahe gelegenen Hafenbecken vorgeschrieben sei. Der Standort im Hafen sei für das Unternehmen ideal, sagte Schüring. 150 Meter Kaimauer mit dem fest installierten 200-Tonnen-Kran "Rocky", ein Raupenkran LR1350, der bis zu 350 Tonnen heben könne und ein Gleisanschluss böten eine perfekte Infrastruktur für die Unternehmenszwecke. Es werde heutzutage immer schwieriger, sperrige und schwere Güter über die Straßen zu transportieren, berichtete Harald Jaegers, der die Fahrtrouten vorbereitet und die notwendigen Genehmigungen der Behörden einholt. Immer mehr Brücken seien in schlechtem Zustand und nur noch mit reduzierten Lasten zu befahren. In Krefeld sind 15 Sattelzugmaschinen stationiert, die Spezialhänger können aus so genannten Achslinien eigens zusammengestellt werden. In Krefeld stehen 46 Achslinien zur Verfügung. Die Zugmaschinen haben rund 650 PS starke Motoren, die Achsen sind jede einzelne hydraulikgesteuert.

Quelle: RP
 
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