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Krefeld
Serbische Bohnensuppe in der Stadtkirche

Krefeld. In St. Dionysius saßen Kunden und Helfer der Lebensmittelausgabe "das tägliche Brot" gestern beim gemeinsamen Essen zu Tisch. Von Bianca Treffer

Der Anblick in der Stadtkirche St. Dionysius ist ungewöhnlich: Unter dem großen Fenster des Abendmahls, wo sonst samstags die Lebensmittelausgabe "das tägliche brot" stattfindet, stehen liebevoll eingedeckte Bierzeltgarnituren. "Wir heißen Sie von der Cityseelsorge Krefeld herzlich willkommen. Heute ist ein besonderer Tag, wir essen hier heute zusammen", begrüßt Ulrich Hagens von der Cityseelsorge die Gäste. Im Rahmen des von Papst Franziskus ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit hat die Cityseelsorge zu dieser Premiere eingeladen. "Wir haben überlegt, was wir machen könnten und hatten die Idee, in Anknüpfung an das letzte Abendmahl zu einem Essen einzuladen", sagt Gemeindereferent Bernd Kaesmacher. Die Kunden der Lebensmittelausgabe erhielten vor 14 Tagen einen Infozettel über das geplante Essen unter dem Titel "warmherzige Mahlzeit". 120 Anmeldungen waren eingegangen.

Aromatischer Duft macht sich bemerkbar. Die ehrenamtlichen Helfer der Lebensmittelausgabe haben die Warmhaltebecken geöffnet und füllen die ersten Teller mit der Serbischen Bohnensuppe, die aus der Küche des Caritasverbands stammt. Teller um Teller wird vollgeschöpft und an die Tische getragen. Irena Jaklin greift zum Servierwagen und fährt durch die Reihen, um Wurst und Brötchen anzubieten. "Die Suppe ist ohne Wurst, weil wir auch Gäste haben, die kein Fleisch essen", sagt sie. An den Tischen sind jetzt die ersten Gespräche zu hören. "Wir wollen ja nicht nur ein Mahl miteinander teilen, sondern auch Zeit - und dazu gehören auch Gespräche", bemerkt Hagens.

Einen besonderen Gast gibt es auch. Helmut Wendel, der die Lebensmittelausgabe finanziell unterstützt, gehört auch zu den Gästen. "Ich habe eine Einladung erhalten, was mich sehr gefreut hat und bin auch gerne gekommen", betont der 90-jährige Krefelder.

Quelle: RP
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