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Krefeld
Sicherheit oder Einnahmequelle?

Krefeld. Bürger diskutieren über die neue Tempo-30-Zone an der Wilhelmshofallee.

Wer die Wilhelmshofallee - wie gewohnt - mit Tempo 50 fährt, hat in den vergangenen Wochen so manche böse Überraschung erlebt. Auf Höhe des dort angesiedelten Seniorenheimes auf der einen Seite und der Museen Lange und Esters auf der anderen Seite hat die Stadt Krefeld einen 200 Meter langen Tempo 30 Abschnitt installiert. "Ich war mehr als erstaunt, als ich dort Anfang März entlanggefahren bin und die Tempo 30 Schilder mit dem Hinweis 200 Meter sah", sagt Werner Matzen, der in unmittelbarer Nähe der Wilhelmshofallee wohnt und für den dies seine normale Strecke ist, um in die Krefelder Innenstadt zu gelangen. Was den Krefelder dabei wundert, ist der Punkt, warum jetzt auf einmal eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet worden ist. Das Seniorenheim sowie die Museen gibt es an dieser Stelle seit ewigen Zeiten. Es handelt sich um keinen Unfallschwerpunkt und "Senioren sind dort äußerst selten an der Straße anzutreffen", weiß Matzen aus eigener Erfahrung. Er kann den Schritt zu Tempo 30 an dieser Stelle nicht nachvollziehen.

Doch das sehen nicht alle Anwohner so. "Nur weil etwas ,ewige Zeiten' anders war, darf es nicht geändert werden?" fragt ein RP-Leser kritisch. "Ist Herr Matzen zu alt, um sich von 50 km/h auf 30 km/h umzustellen? Oder weshalb regt er sich darüber auf? Ich bin vergangene Woche an dieser Stelle gefahren, sah die Tempo-30-Schilder, entdeckte dann die Hinweise auf das Museum und das Seniorenheim und fand das Tempolimit angebracht. Nur weil noch nichts passiert ist, darf keine Vorsorge betrieben werden?"

Matzen kann den Schritt zu Tempo 30 an dieser Stelle trotzdem nicht nachvollziehen. "Für mich sieht es so aus, als hätte sich die Stadt eine neue Einnahmequelle erschaffen", bemerkt der Senior, dem in Höhe des Altenheimes vermehrt Geschwindigkeitsmessungen aufgefallen sind, bei denen es ordentlich blitzt.

(tre/jon)
 
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