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Krefeld
"Singender Postbote" sammelt Geld für Theater in Kindergärten

Krefeld: "Singender Postbote" sammelt Geld für Theater in Kindergärten
Anuschka Gutowski als "Der singende Postbote": Mit viel Musik geht die Schauspielerin in Kindergärten, um mit den Jungen und Mädchen zu singen und zu tanzen. Im Hintergrund: Ruslan Maximovski am Akkordeon. FOTO: THL
Krefeld. Mit dem Kinder-Mitmach-Stück "Der singende Post-bote" gastiert das Theater hintenlinks in den Kitas. Um auch dort aufzutreten, wo das Geld für Kultur fehlt, gibt es ein Crowdfunding-Projekt. Von Petra Diederichs

Wenn der Postbote auftaucht, ist die Stimmung schnell ganz oben. Die dicke rote Nase und der großgemalte rote Mund zeigen schon an: Das ist kein gewöhnlicher Briefbeförderer. Und wenn er erst seine Pakete auspackt, hat er schnell auch den letzten Zweifler überzeugt. Denn alles, was er auspackt, hat mit Musik zu tun. Und Musik ist etwas, bei dem jeder mitmachen kann: Das erfahren die Vorschulkinder, wenn Anuschka und Peter Gutowski vom Theater hintenlinks (THL) mit ihrer mobilen Theaterproduktion "Der singende Postbote" in die Kindertagesstätten der Region reisen.

"Dann beginnt immer ein lebendiger Reigen von Kinderliedern, bei dem die Kleinen zum Mitsingen und Mittanzen animiert werden", erklärt Regisseur Peter Gutowski. "Singen und Tanzen macht Kindern großen Spaß und fördert ihre geistige und körperliche Entwicklung auf spielerische Weise." Deshalb ist der Postbote, in dessen Kostüm Anuschka Gutowski steckt, ein gerngesehener Gast. Doch er wird nicht überallhin eingeladen. Und das ist eine Frage der Finanzen. "Auffällig ist, dass sich nicht alle Kindergärten die Gage für diese Produktion leisten können. So bleiben immer wieder Einrichtungen mit kleinem Budget und weniger starken Fördervereinen trotz fairer Gagenforderung auf der Strecke. Insbesondere in strukturschwachen Stadtteilen." Doch die Gutowskis wissen, dass gerade dort solche Gastspiele wichtig und oft die erste Begegnung mit Theater und Musik sind. Damit möglichst viele Kinder Kultur erleben können, hat das Theater hintenlinks ein Crowdfunding Projekt gestartet. Bei diesem Internet-Investitions-Projekt wird Geld für einen Fonds generiert, aus dem finanzschwache Kindergärten unterstützt werden.

Gutowskis Idee: "Jeder Kindergarten zahlt, so viel er kann - über das Crowdfunding-Projekt versuchen wir, das Geld zu generieren, das fehlt." Denn Kultur zum Nulltarif sei keine Lösung. Das THL berechne eine faire Gage, denn das kleine Theater muss von seiner Kunst leben.

Ziel des Hinterhoftheaters aus der Südstadt: 2000 Euro. So viel muss in den Topf, aus dem die Kindergärten unterstützt werden, die sich ein Gastspiel des "Singenden Postboten" nicht leisten können. "Nur bei Erreichen des Fundingziels von 2000 Euro werden die Spenden an das THL zum weiteren Einsatz ausgezahlt. Wenn das Fundingziel nicht erreicht wird, fließen die schon gemachten Spenden an die Spender zurück und das Crowdfunding-Projekt ist gescheitert", teilt Theatermann Gutowski mit.

Etwas mehr als die Hälfte der Summe ist bereits zusammengekommen. Jetzt braucht das THL Unterstützung. Denn die Aktion endet am 13. Dezember. Bis dahin müssen die 2000 Euro akquiriert sein.

Infos zur Spendenaktion des Theater hintenlinks gibt es im Internet: www.startnext.com/der-singende-postbote

Quelle: RP
 
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