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Krefeld
"Sneakers" - Borgmann investiert in neuen Store

Krefeld. Die Kette der Investitionen von Christoph Borgmann ist um ein Glied reicher: Borgmann, Geschäftsführer von Intersport Borgmann, hat auf der Königstraße gegenüber von Intersport Borgmann ein neues Ladengeschäft in Betrieb genommen, das unter dem Namen "Sneakers" Schuhe dieses Typs verkauft - Name, Konzept, Marketingstrategie und Zielgruppenorientierung hat Borgmann in einjähriger Arbeit entwickelt. Die Investition liegt bei "einem dicken sechsstelligen Betrag", sagt er. Von C. Brandt und J. Voss

Sneakers ist keine Marke, sondern ein Typ Schuh: ein Freizeitschuh, der an einen Sportschuh erinnert und heute ein beliebtes, dazu praktisches Lifestyle-Produkt ist, das als hochwertig und modisch empfunden wird; längst werden Sneakers auch zum Anzug getragen.

Als gegenüber von Intersport Borgmann ein Gebäude zum Verkauf stand, sah der Unternehmer die Chance, seine Produktpalette zu erweitern und die Nachbarschaft zum existierenden Geschäft zu nutzen. Da Sneakers keine reinen Sportschuhe sind, wollte er diesen sportaffinen Modetrend ausgliedern. Ein Hintergrund ist auch, dass Produzenten wie Adidas, Nike, Reebok oder Asics mittlerweile sehr darauf achten, wo ihre Sneakers vertrieben werden. Ein Händler wie Borgmann kann daher nicht einfach Schuhe ordern; er muss sich mit seinem Store-Konzept regelrecht bewerben - und nur, wenn das Konzept überzeugt, kommt es zum Vertrag. "Das war ein richtiger Kampf", erinnert sich Borgmann.

Zur Marketingstrategie von Borgmann gehört ein weiterer wichtiger Punkt: Ausgerechnet in Krefeld lebt mit Christopher Blumenthal einer der bekanntesten Sneaker-Blogger, der es in der Internetszene unter Sneakers-Freunden zu einiger Berühmtheit gebracht haben. Borgmann hat ihn ins Boot geholt - auch als Stil- und Trendberater. Bezeichnenderweise heißt Blumenthals Blogg "Dead Stock", womit so viel wie "ausverkauft" gemeint ist; die Rede ist also von Erfolgsmodellen. Blogger wie Blumenthals sind mittlerweile im Modebereich echte Marken, die auch die Produzenten sorgfältig beobachten und für ihre Modellpolitik auswerten.

Der Laden "Sneakers" (mit spiegelverkehrtem R - Borgmann hat sich dieses Logo patentieren lassen) umfasst 120 Quadratmeter, davon 75 Quadratmeter Verkaufsfläche. Die Zielgruppe sei nicht das ganze junge Publikum, erläutert Borgmann - diese Entscheidung war Teil der analytischen Arbeit mit Blick auf das bestehende Angebot im Umfeld. "Bei uns ist es nicht so laut wie in manch anderem Laden. Es gibt eine Recharge-Area, wo die Kunden zum Beispiel ihre Handys wieder aufladen und sich bei einem Getränk in Ruhe über Sneakers unterhalten können", so Borgmann. Sein nächstes Ziel zur Komplettierung der Vertriebswege: eine Online-Plattform. Borgmann ist überzeugt, dass das Sneakers-Publikum auch onlineaffin ist. "Das wird funktionieren", zeigt er sich überzeugt.

Quelle: RP
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