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Krefeld
So schön ist der Spätsommer im Botanischen Garten

So schön ist der Spätsommer im Botanischen Garten
So schön ist der Spätsommer im Botanischen Garten FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Garten-Chefin Birgit Loy zeigt, wo der Sommer noch zu finden ist und der Herbst bereits begonnen hat. Von Bärbel Kleinelsen (Text) und Thomas Lammertz (Fotos)

In der Mittagspause, wenn die spätsommerliche Sonne von einem blauen Himmel scheint, zieht es Birgit Loy, Leiterin des Botanischen Gartens, an den Seerosen-Teich. "Ich bin nicht die Einzige, die zur Mittagszeit die prächtigen Seerosen bewundert. Auch viele Mütter mit kleinen Kindern lockt das Quaken der Frösche an den Teich." Die Botanikerin hat viele Lieblingsplätze in ihrem farbenfrohen Reich, gerade in dieser Jahreszeit, in der noch zahlreiche Sommerblumen blühen, aber auch schon die ersten Herbstboten in verschiedenen Rottönen erstrahlen.

"Für die Meteorologen ist der Herbst ja bereits da. Bei uns kann man sich noch immer am Sommer erfreuen", sagt Loy und zeigt auf ein Blumenmeer, das vor allem aus Dahlien (lat. Dahlia) besteht. Wer genau hinschaut, sieht auch andere Gewächse wie Sellerie. "Blattschmuck-Gewächse" nennt die Expertin die Grünpflanzen, die sich zwischen die in allen Farben schillernden Blüten mischen. "Auf Dahlien fliegen nicht nur Insekten, sondern auch die Besucher", hat Birgit Loy festgestellt. Während die Bienen die einfachen Blüten bevorzugen, da sie dort leichter an den Nektar kommen, sind bei Gartenliebhabern gefüllte Exemplare beliebt.

"Blumen sind seit Alters her der Mode unterworfen. Das sieht man gut an den Rosen", erklärt die Gartenleiterin und geht in den entsprechenden Gartenabschnitt, in dem der aufmerksame Besucher von einem feinen Rosenduft begrüßt wird. "Momentan sind duftende Romantik-Rosen mit gefüllten Blüten im Trend. Davor waren es Exemplare mit einer einzelnen, prächtigen Blüte pro Stiel." Während moderne Rosenarten mehrmals im Jahr blühen, sind die Blüten der alten Sorten, die sich nur einmal im Jahr von ihrer schönsten Seite zeigen, längst verblüht. Dafür hängen leuchtend rote Hagebutten an den dornigen Zweigen.

Im feurigen Rot zeigt sich auch das Pfaffenhütchen (lat. Euonymus europaeus). Die giftigen Früchte des Spindelstrauchs erinnern in ihrer Form an die Kopfbedeckungen der Pfarrer und sind typischerweise im Herbst zu sehen. Genauso wie die beliebten Lampionblumen (lat. Physalis alkekengi), die in vielen Haushalten als herbstliche Tischdekoration zu finden sind. Lampionblumen gehören zu den Nachtschattengewächsen und blühen von Juli bis Oktober.

Eine typische Bauerngartenblume ist die Zinnie (lat. Zinnia), die zur Familie der Korbblüter gehört. "Heute wird diese Blume, die man früher in fast jedem Garten fand, selten gepflanzt", bedauert Birgit Loy. Mit dem Granatapfel (lat. Punica granatum) endet der sommerlich/ herbstliche Rundgang. Die ersten Äpfel finden Besucher im Gewächshaus bei den Kakteen. Aber aufgepasst: Pflücken und Naschen ist ausdrücklich verboten!

Quelle: RP
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