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Krefeld
So soll Uerdingen attraktiver werden

Krefeld: So soll Uerdingen attraktiver werden
Zu den Überlegungen im Handlungskonzept gehört auch, dieses Stück der Alten Krefelder Straße zu attraktivieren und zur Fußgängerzone umzugestalten. FOTO: Nein
Krefeld. Die Fußgängerzone Oberstraße aufzugeben und die Alte Krefelder Straße als solche zu gestalten, sind zwei Ideen für das Integrierte Handlungskonzept. Auch neue Parkhäuser, eine Uferpromenade mit Radweg und und ein echter Bahnhofsvorplatz gehören dazu. Von Jochen Lenzen

Die Stadtverwaltung hat den Uerdinger Politikern in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung einen 52-seitigen, elf Kapitel umfassende Zwischenbericht über das "Integrierte Handlungskonzept" vorgelegt, das die Rheinstadt in vielfacher Hinsicht deutlich attraktiver machen soll. Eine Idee für das Motto lautet: "Uerdingen - alles am Fluss".

Spannend zu lesen ist im Besonderen das Kapitel über mögliche Planungsschwerpunkte. So wird beispielsweise daran gedacht, die durch immer mehr Ladenleerstände unangenehm auffallende Oberstraße als Fußgängerzone aufzugeben und sie als Fahrradachse oder als Einbahnstraße mit Pkw-Stellplätzen für den Individualverkehr zu öffnen. Interessant ist auch die Überlegung, den Weg vom Platz am Röttgen ins Zentrum zu attraktivieren und die Alte Krefelder Straße dort zur Fußgängerzone zu machen. Auch der Platz selbst müsste dringend aufgewertet werden; insbesondere seien die dortigen Treppen und der Bereich um die Bushaltestellen oft stark verunreinigt, bemängelte ein Bürger in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung. Laut Zwischenbericht über das Handlungskonzept sollte für den Platz eine Grundsatzentscheidung getroffen werden, ob er Park- oder aber Marktplatz sein soll, wobei zu prüfen sei, ob der Wochenmarkt nicht besser auf dem historischen Marktplatz abgehalten werden kann.

Angesichts des erheblichen Mangels an Parkplätzen und des daraus resultierenden Parkplatzsuchverkehrs in den Gassen des Ortskerns nennt das Konzept die Idee, zwei neue Parkhäuser zu errichten: eines im Bereich der Oberen Mühlengasse für das Krankenhaus und eines am Bahnhof. Vor dem Bahnhofsgebäude sollte außerdem ein echter Vorplatz geschaffen werden.

Neben der Förderung des Projekts Rheinblick wird für das untere Rheinwerft ein attraktiverer Aufenthaltsbereich mit der Anlage einer Uferpromenade mit Radweg als Verbindung der Fernradwege angeregt. Die Grünanlage entlang der Kronenstraße sollte im Norden über die Straße Am Zollhof hinaus auch entlang dem Rheinufer parallel zu Dujardin- und Hohenbudberger Straße weitergeführt werden.

Im Südwesten könnte das denkmalgeschützte und seit vielen Jahren vor sich hingammelnde Jugendstil-Klärwerk am Rundweg, das die Stadt seit 1998 zu verkaufen versucht, ein Schwerpunkt der Planungen werden. Denkbar seien Nutzungen als Büros, Künstlerateliers, Lager- und Ausstellungsräume, als Restaurant, Sauna- und Wellness-Einrichtung oder auch als Konzerthalle.

All diese genannten möglichen Planungsschwerpunkte sowie Prozessorganisation, Zeit- und Finanzierungsplan gehören zur zweiten Phase der Konzepterstellung und werden von einem Planungsbüro bearbeitet; die entsprechende Ausschreibung dieser Aufgaben steht noch bevor.

Wie in dem Zwischenbericht einem Zeitstrang über den Planungsprozess zu entnehmen ist, soll es nach einer umfangreichen "Aktivierungsphase" durch Gespräche mit Bürgern an Infoständen und Einzelgespräche mit Schlüsselpersonen im April nächsten Jahres eine Auftaktveranstaltung geben. Für August ist dann eine Ideen- und für Oktober eine Planungswerkstatt mit vier Arbeitsgemeinschaften terminiert. Eine zweite Planungswerkstatt soll im Januar 2017 folgen, bevor drei Monate später die Abschlussveranstaltung stattfinden soll.

Der Zwischenbericht soll auf Anregung von Bezirksvorsteher Jürgen Hengst allen Interessenten per Internet zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: RP
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