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Krefeld
Sparkasse verlangt Zahlung für den Münzeintausch

Krefeld. Die Sparkasse Krefeld will die Annahme und Bearbeitung von Euro-Münzen ab 1. März neu regeln und dafür einen Preis erheben. Für Kinder und Jugendliche sowie für Kirchengemeinden und karitative Einrichtungen ist diese Dienstleistung weiterhin kostenlos. In Geschäftsstellen mit SB-Einzahlgeräten können die Münzen wie bisher eingefüllt und automatisch gezählt werden. Dem Sparkassenkunden wird der Betrag nach Verarbeitung und Prüfung auf dem Konto gutgeschrieben. Neu ist, dass auf diese Dienstleistung künftig ein Preis erhoben wird: fünf Euro je Zählvorgang von maximal 1700 Münzen; bei Beträgen bis zehn Euro behält die Sparkasse die Hälfte des gezählten Münzbetrags.

In anderen Sparkassen-Filialen ohne SB-Einzahler werden Euro-Münzen an der Kasse nur noch in sogenannten Safebags angenommen, die im Beisein von Kunde und Mitarbeiter befüllt und verschlossen zur Prüfung und Verarbeitung an die Tresorkasse weitergeleitet werden. Dies kostet fünf Euro je Safebag; auch hier wird bis zehn Euro die Hälfte des gezählten Betrags als Preis erhoben.

Seit Einführung einer EU-Verordnung sei die Annahme, Überprüfung und Verarbeitung des Hartgeldes so aufwendig geworden, dass angesichts der Mengen der eingezahlten Münzen die Zahlung der Kunden unumgänglich war, erklärte Sparkassensprecher Peter Bauland.

Bereits im Vorjahr summierte sich das Hartgeldvolumen der Sparkasse Krefeld auf fast 100 Millionen Münzen. Allein in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr und nur im SB-Münzzähler am Ostwall sammelten sich weit über 100.000 Münzen an. Bereits vor Inkrafttreten der EU-Verordnung ergab sich eine jährliche Kostenbelastung von mehr als 1,3 Millionen Euro jährlich. Der erforderlich gewordene Mehraufwand durch die Prüfung habe den Kostenaufwand noch mal dramatisch anschnellen lassen, erklärte Bauland. Deswegen habe sich die Sparkasse zu diesem Schritt entschieden.

Quelle: RP
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