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Krefeld
SPD: Benedikt Winzen unterlag im Herzschlagfinale gegen Britta Oellers

Krefeld. Für die SPD war's ein trauriger Sonntag: Bei den Zweitstimmen in Krefeld unterlag sie knapp der CDU, im Land verlor sie ebenfalls die Mehrheit, und auch die Direktkandidaten konnten an ihren CDU-Konkurrenten nicht vorbei. Ina Spanier-Oppermann musste im Wahlkreis 48 schon früh gegen Marc Blondin (CDU) die Segel streichen. Ihre Hoffnung ruht nun darauf, über die Landesliste doch noch im neuen Landtag vertreten zu sei. Von Norbert Stirken

Benedikt Winzen lieferte sich über Stunden ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Britta Oellers (CDU) im Wahlkreis 47, der auch die Stadtteile St. Tönis und Vorst im benachbarten Tönisvorst beinhaltet. Oellers holte sich dort wahrscheinlich den entscheidenden Mini-Vorsprung fürs Direktmandat. In St. Tönis unterlag Winzen mit 34,2 Prozent gegen 40,1 Prozent, in Vorst waren es 31,5 Prozent gegen 41,8 Prozent. Am Ende verlor Winzen mit 0,11 Prozentpunkten. Er holte 36,58, Oellers 36,69 Prozent. Das waren 64 Stimmen zu wenig. Könnte sein, dass die SPD ein Nachzählen der Stimmen beantragt.

Die Überraschung über die deutliche Wahlniederlage im Land hielt sich bei den Krefelder Sozialdemokraten in Grenzen. Schon früh hatte das Ergebnis der letzten Trendmeldung von 16 Uhr vor der ersten Hochrechnung um 18 Uhr die Runde gemacht. Die SPD liegt bei den Zweitstimmen in Nordrhein-Westfalen deutlich hinter der CDU zurück. Die Genossen machten entsprechend lange Gesichter und verharrten nahezu stumm vor den Fernsehbildschirmen.

Das Interesse bei der Wahlparty im SPD-Büro am Südwall richtete sich deshalb auf das Abschneiden ihrer Kandidaten Benedikt Winzen und Ina Spanier-Oppermann in ihren Wahlkreisen in Krefeld. In der Seidenstadt war die SPD zuletzt stark und darauf richteten sich auch die Hoffnungen, eine Mehrheit für ihre Landtagskandidaten zu bekommen.

Krefelds Parteivorsitzender Ralph-Harry Klaer sprach von einem "sehr deutlichen" Ergebnis im Land. Sie SPD habe bei den Wählern mit ihrer Arbeit in den zurückliegenden Jahren offenbar nicht überzeugen können. "Für uns geht es jetzt um die Direktkandidaten", sagte er und bedankte sich für einen "hervorragenden Wahlkampf" in der Seidenstadt Es gebe deshalb keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Als Partei der Solidarität stehe man in guten und in schweren Zeiten zusammen. Benedikt Winzen fand das Landesergebnis "nicht zufriedenstellen". Die Genossen hätten mit aller Kraft für Hannelore Kraft gekämpft, aber der Wähler habe nicht gesehen, wie viel Gutes die Regierung geleistet habe. Winzen prognostizierte: Die Entscheidung über die Direktmandate werde knapp ausfallen - als hätte er's geahnt.

Quelle: RP
 
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