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Krefeld
SPD: Druck in Sachen Hirschfelder-Platz

Krefeld: SPD: Druck in Sachen Hirschfelder-Platz
Der Dr.-Isidor-Hirschfelder-Platz südlich des Kaufhof-Parkhauses soll nach den Vorschlägen der Bürgergesellschaft Stadtmitte in vollem Umfang als Parkplatz für Anwohner und Besucher ebenso erhalten werden wie alle Bäume. Die Toilettenanlage soll verschwinden. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Seit einem Jahr hat sich bezüglich des angekündigten Moderationsverfahrens zur Gestaltung des Platzes nichts getan. Die SPD beantragt dazu einen Sachstandsbericht. Die Bürgergesellschaft Stadtmitte präsentiert jetzt detaillierte Vorschläge. Von Jochen Lenzen

Vor rund einem Jahr hatte die Bezirksvertretung (BZV) Mitte in ihrer Sitzung ein von der Verwaltung vorgeschlagenes Moderationsverfahren zur künftigen Gestaltung des Dr.-Isidor-Hirschfelder-Platzes zustimmend zur Kenntnis genommen. Seit der Sitzung ist allerdings nichts mehr geschehen. Deshalb beantragt die SPD in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 7. Dezember, die Verwaltung mit einem Bericht über den Stand der Dinge zu beauftragen.

Die Bürgergesellschaft (BG) Stadtmitte hat jetzt das für Frühjahr dieses Jahres angekündigte Moderationsverfahren angemahnt, inzwischen gemeinsam mit den Anwohnern des Platzes detaillierte Vorschläge zu dessen Gestaltung entwickelt und entsprechende Positionen formuliert. Der Platz soll demnach in vollem Umfang als Parkplatz für Anwohner und Besucher erhalten bleiben. Umbauten sollen sich auf die Erneuerung und Reparatur des Plattenbelags auf beschränken. Es soll weder eine Rasenfläche geschaffen, noch soll der Platz bebaut werden. Der Anteil der Stellplätze für Anwohner soll auf mindestens 50 Prozent erhöht werden. Alle Bäume sollen erhalten bleiben und fehlende Bäume nachgepflanzt werden, so die Bürgergesellschaft.

Des Weiteren soll die Platzumrandung mit hohen Sträuchern durch niedrige Hecken ersetzt werden, um eine bessere Überschaubarkeit zu erreichen. Die Überdachung der Fahrradständer soll abgebaut werden, um die Trinkgelage unter dem Dach zu verhindern. Die Anzahl der Fahrradständer soll erhöht, die Toilettenanlage abgebaut, und die Glascontainer sollen unterirdisch aufgestellt werden.

Das Parkbezahlsystem muss nach Ansicht der BG auf den neusten technischen Stand gebracht werden, um beispielsweise mit Hilfe einer App bezahlen zu können und Kurzzeitparken zu ermöglichen. Schließlich spricht sich die BG dafür aus, mehrere Ladestationen für E-Autos einzurichten. "Wichtig dabei ist, dass es freie Ladestationen sind, die nicht nur mit der Technik eines Anbieters ausgerüstet sind. Ansonsten ist die Nutzung nur beschränkt möglich, so die BG. Und: Um den Platz gelegentlich partiell für die Durchführung von Festen oder Märkte nutzen zu können, seien Festplatzverteiler und Wasseranschlüsse auf dem Platz notwendig.

"Sollte sich das Mobilitätsverhalten in Zukunft so ändern, dass weniger Parkplätze in der Innenstadt benötigt werden - zum Beispiel durch Car Sharing und autonom fahrende Fahrzeuge - könnte der Platz dann teilweise für Wohnbebauung genutzt werden. "Dabei ist aber weiterhin die Nutzung als Festplatz zu gewährleisten", fordert die Bürgergesellschaft Stadtmitte.

Quelle: RP
 
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