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Krefeld
SPD-Ratsherr Roman Dahm gestorben

Krefeld. Die Nachricht ließ gestern nicht nur zahlreiche Tischtennisspieler in Krefeld verstummen, auch in der Politik und im gesellschaftlichen Bereich war die Trauer groß, als bekannt wurde, dass Ratsherr Roman Dahm im Alter von nur 55 Jahren verstorben ist. Wie kaum ein anderer in Krefeld füllte der Kriminalhauptkommissar zahlreiche Ehrenämter in vielen Bereichen aus. Von Frank Langen

Über lange Jahre hinweg war Dahm das Gesicht der Sozialistischen Jugend Deutschlands "Die Falken" in Krefeld, die er von 1988 bis 2012 als Vorsitzender mit prägte, und erheblich zu deren Entwicklung beitrug. Seine ehrenamtliche Arbeit in den Zeltlagern der Falken in Kärnten/Österreich ermöglichte tausenden Krefelder Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Ferientage. Kindern und Jugendlichen aus Lindenthal und Gatherhof war er aus den Gruppenräumen der Falken unter dem Kinderhort vertraut, wo er die Angebote der Falken mitgestaltete.

"Es wird schwer aufzufangen, was Roman Dahm nun nicht mehr beitragen kann. Ersetzen lassen wird er sich nicht. In allem, was wir tun, und auch in unseren Gedanken wird uns Roman Dahm auch künftig gegenwärtig sein", sagt Daniel Leurs, zurzeit Vorsitzender der Falken in Krefeld.

Der Sprung zu den Tischtennisfreunden Falken Krefeld lag da für Dahm nicht weit entfernt, und so begann er dort seine sportliche Laufbahn als Tischtennisspieler. Von 1985 bis 2006 war er im Vorstand tätig, die letzten 15 Jahre davon als Vorsitzender. Im Tischtenniskreis Krefeld begann Dahm zunächst als Kassierer, übernahm dann ab 2002 bis zu seinem Tod den Vorsitz, den er mit seinem Organisationstalent geschickt leitete. Im Stadtsportbund ließ er sich für eine Legislaturperiode in den Vorstand wählen. Neben dem Sport engagierte sich Dahm aber auch im politischen und gesellschaftlichen Bereich. So war er Vorsitzender der SPD Krefeld-West und saß für seine Partei seit 2009 im Rat der Stadt Krefeld. Im Karneval schlug sein Herz seit 1995 für die KG Grönland, wo er lange Jahre zweiter Vorsitzender, dann Vorsitzender war. Als mit Fabian Langheim ein junger Nachfolger das Amt übernahm, unterstützte Dahm ihn mit seiner Erfahrung in der Funktion des Geschäftsführers.

"Roman hat dafür gesorgt, dass die KG so gewachsen ist, wie sie jetzt ist. Er wird ein großes Loch hinterlassen", sagt Langheim. Durch seine offene Art und Freundlichkeit gelang es ihm immer wieder, Streitthemen auf sachliche Art zu glätten. Mit Roman Dahm verliert die Stadt Krefeld einen vielseitigen Ehrenamtler, dessen Arbeit es zu würdigen gilt. Dahm hinterlässt seine Ehefrau Iris sowie die beiden Kinder Melanie und Marcel.

Quelle: RP
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