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Krefeld
SPD will kleinen Bahngipfel mit Stadt und Rheinbahn

Krefeld. Ratsherr Björn Rüsing will die fehlende Barrierefreiheit nicht akzeptieren und die Beteiligten an einen Tisch bringen.

Mit einem kleinen Bahngipfel will die SPD die Gespräche zwischen Stadt und Stadtwerken sowie der Rheinbahn wieder in Gang bringen. Beim Aus- und Umbau der Haltestellen Ostwall, Hauptbahnhof und Dießem gebe es offenbar noch Abstimmungsbedarf. Die Rheinbahn wünschte sich gleichsam als Ersatz für den fehlenden barrierefreien Einstieg an der für 20 Millionen Euro umgebauten Haltestelle Ostwall den Bau eines Hochbahnsteigs an der Haltestelle Hauptbahnhof (wir berichteten exklusiv).

Björn Rüsing, mobilitäts- und baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, will die Haltung der Stadt zur Rheinbahn und zum Thema Barrierefreiheit nicht akzeptieren. "Wir brauchen kein Ping-Pong-Spiel bei der Verantwortungsfrage, wir brauchen jetzt schnell einen kleinen Bahngipfel, bei dem die Verantwortlichen von Stadtverwaltung, SWK und Rheinbahn zusammen kommen und eine gemeinsame Lösung erarbeiten."

Es sei nicht zu akzeptieren, dass es bei einem über 20 Millionen Euro teuren Bauprojekt für Menschen mit Gehbehinderungen, Familien mit Kinderwagen, Älteren und Gebrechlichen künftig heißen solle, sie müssen leider draußen bleiben. Eine solche Entwicklung werde dem Anspruch einer modernen Stadt mit guter ÖPNV-Anbindung für alle Bürger nicht nur nicht gerecht, sondern sie wäre peinlich und für die betroffenen Menschen Zumutung und Ausgrenzung zugleich, erklärte Rüsing. Wenn für September dieses Jahres ein Bahngipfel mit Vertretern aus EU, Bund, Land, Stadt und den Nachbarkommunen sowie Deutscher Bahn stattfinde, müsse dies auch kurzfristig zwischen Stadt Krefeld, SWK und Rheinbahn gelingen, meint der Ratsherr.

(sti)
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