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0:0 - KFC setzt ein Ausrufezeichen

Lokalsport: 0:0 - KFC setzt ein Ausrufezeichen
Vor einer tollen Kulisse bot der KFC Uerdingen gestern Abend eine prima Vorstellung und trotzte dem haushohen Favoriten ein Unentschieden ab. FOTO: Thomas Lammertz
Fußball. Gegen den 1. FC Köln, immerhin Bundesligist und Europaliga-Teilnehmer, spielten die Uerdinger gestern Abend Unentschieden. Damit sind die Testspiele beendet, kommende Woche beginnt die Saison in der Regionalliga. Von Oliver Schaulandt

Der mehr oder minder runderneuerte KFC Uerdingen hat sich gestern in seinem letzten Vorbereitungsspiel auf die kommende Saison überaus gut aus der Affäre gezogen. Gegen den Bundesligisten 1. FC Köln gab es ein beachtliches Unentschieden, mit dem der KFC auch gegenüber der Konkurrenz in der Regionalliga ein deutliches Ausrufezeichen setzte - und alle Testspiele ohne Gegentreffer blieb. Wieviele Besucher die Partie in der Grotenburg besuchten, gab der Verein nicht bekannt - über 3000 Karten waren im Vorverkauf abgesetzt. Darunter waren allerdings Trainerlegende Friedhelm Funkel sowie Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer, der in der Halbzeitpause via Stadionmikrofon auf einen 1:0-Sieg der Heimmannschaft tippte. Während Meyer ja bekanntlich schon seit Jahren Mitglied des Fanclubs Ostgroten ist, trug seine Frau Katrin übrigens ein Trikot des Eff-Zeh.

KFC-Coach Michael Wiesinger hatte erwartungsgemäß eine Vielzahl der zahlreichen Neuzugänge in seine Anfangsformation beordert. Mit Pascale Talarski, Kai Schwertfeger und Oguzhan Kefkir gehörten lediglich drei Akteure aus der Aufstiegsmannschaft zur Auflaufelf - wobei Schwertfeger und Kefkir erst im vergangenen Winter gekommen und schon als erste Neuzugänge für diese Spielzeit deklariert waren. Leon Binder und Tanju Öztürk, im Vorjahr noch Stammspieler, fehlten verletzt. Den Vierkampf im Tor hat, wenig überraschend, René Vollath gewonnen, der in der vergangenen Spielzeit noch in der Zweiten Liga in Karlsruhe die Bude hütete. Auf der Bank nahm mit Robin Benz ein zweiter Schnapper Platz, der noch die U21-Kriterien erfüllt - ob dies ein Zeichen ist, dass die Tage von Aufstiegstorwart Maurice Schumacher in Uerdingen gezählt sind, darf nur vermutet werden.

Die Kapitänsbinde trug gestern Mario Erb, wie er dies auch schon beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt getan hatte, von dem er nach Uerdingen gewechselt war. Erb stand in mitten der Viererkette, die Wiesinger aufgeboten hatte. An seiner Seite agierte Christopher Schorch, der einst auch das Kölner Trikot getragen hatte, nachdem er zuvor bei Real Madrid unter Vertrag gestanden hatte.

Sein Gegenüber, Peter Stöger, hatte, ebenfalls erwartungsgemäß, nicht seine vermeintliche Wunschformation für die Bundesliga spielen lassen. Immerhin aber stand im ersten Durchgang Olympia-Nationaltorwart Timo Horn für den Europaliga-Teilnehmer auf dem Platz, und der für vermeintliche 17 Millionen aus Mainz gekommene Jhon Cordoba aus Kolumbien nahm auf der Bank Platz.

Die Partie selbst war im ersten Durchgang recht arm an Höhepunkten. Die Gäste, die durch Guirassy nach zwei Minuten ihre beste Torgelegenheit in der ersten Halbzeit vergaben, hatten die Partie weitestgehend im Griff, aber Uerdingen spielte mehr als ordentlich mit und ließ keinen Gegentreffer zu. Im zweiten Durchgang hatte der KFC sogar die besseren Chancen, lediglich der letzte Pass kam noch nicht an. Und Oguzhan Kefkir hatte per Fernschuss Pech, dass Kölns Torwart noch an den Ball kam (66.). Und weil auch Köln nicht traf, sangen die Fans: "Erste Liga, keiner weiß warum".

Eine Woche ist nun noch Training, danach beginnen die Uerdinger an gleicher Stätte - und treffen dort erneut auf den 1. FC Köln, allerdings auf dessen U23-Team, das in der Regionalliga spielt.

Quelle: RP
 
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