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Lokalsport
Adler erleiden ersten Punktverlust

Oberliga. Handball: In einem zerfahrenen Auftritt mussten sich die Königshofer mit einem 20:20 begnügen. Von Sven Schalljo

Voller Optimismus war die erste Adler-Mannschaft zur SG Überruhr gefahren. Immerhin war es die Partie des souveränen Tabellenführers ohne verlorenen Punkt mit dem besten Sturm und der besten Abwehr der Liga, bei einem der Kellerkinder. Dennoch aber hatte Trainer Dirk Wolf vor allem vor den beiden Rückraumakteuren Tim Koenemann und Nikolai Gregory gewarnt, die er als die gefährlichsten Angreifer des Gegners ausgemacht hatte. Entsprechend intensiv wollte er die beiden wurfstarken Akteure bewachen lassen.

Der Auftakt verlief auch durchaus nach Wunsch für die Gäste, die schnell eine 4:2-Führung herauswarfen. Danach jedoch riss der Faden. Immer wieder wurden gute Angriffsaktionen vergeben, oder aber schlecht vorbereitete Würfe wurden vergleichsweise unmotiviert genommen. So konnte der Gegner die Partie schnell drehen und ging bis zur Halbzeit seinerseits mit zwei Treffern in Front (11:9). Die Adler stellten jetzt um und bauten fortan auf eine 6-0-Deckung. Das zeigte durchaus Wirkung und die Aktionen wurden konsequenter. Gerade die Defensive stabilisierte sich.

Im Angriff aber blieb alles beim alten und weiterhin wurden glasklare Gelegenheiten vergeben. Auch blieben gleich mehrere Chancen auf Tempogegenstöße durch ungenaue Pässe ungenutzt. Überruhr seinerseits warf viel Kampf in die Waagschale und blieb so im Spiel. Zwei Minuten vor Schluss führte das Wolf-Team mit zwei Treffern, gab diese Führung aber noch aus der Hand. Die Chance zum Sieg vergab die Mannschaft dann durch einen Lattentreffer in den Schlusssekunden. Damit blieb es nach 60 Minuten beim 20:20-Unentschieden."Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und allein zehn bis zwölf Hundertprozenter verworfen. Überruhr hat sich den Punkt mit Kampf verdient", sagte Trainer Dirk Wolf." Besondern schmerzlich für den Königshofer Trainer war, dass 15 der 20 Gegentreffer auf das Konto von Koenemann und Gregory - vor denen er so intensiv gewarnt hatte. Ansonsten wäre für die Adler der fünfte Sieg in Folge drin gewesen, die aber weiter Spitzenreiter bleiben.

Adler: Graedtke, Keutmann - Mensger, Wendler (1), Wirtz (1), Wistuba (1), T. Wolf (9/3) Christall (2) Barwitzki, Lewandowski (1), M. Wolf (1), Tobae, Spickers (4), Mannheim.

Quelle: RP
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