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Lokalsport
Adler: Trotz Niederlage noch Hoffnung auf die Qualifikation

Oberliga. Handball: Die Königshofer unterlagen in Gladbach mit 12:23. Aber auch der Konkurrent Rheinhauen verlor. Von Senthruan Sivananda

Adler Königshof darf trotz der 21:23 (8:14)-Auswärtsniederlage bei Borussia Mönchengladbach am vorletzten Spieltag weiterhin auf die Qualifikation zur Nordrheinliga hoffen, da der direkte Konkurrent SG OSC Wölfe Rheinhausen sein Parallelspiel beim TV Lobberich mit 29:31 ebenfalls verlor. Am letzten Spieltag müssen die Königshofer am Samstag ihr Heimspiel gegen Lobberich gewinnen und auf eine Niederlage der Rheinhausener gegen den Tabellenzweiten HSG Bergische Panther am Tag darauf hoffen. Die Niederlage in Gladbach reihte sich nahtlos in die Reihe unglücklicher Pleiten in dieser Saison ein. Die Königshofer präsentierten sich kämpferisch stark, waren zumindest nah dran an etwas Zählbarem, aber standen am Ende dennoch mit leeren Händen dar.

"Wir haben in der ersten Halbzeit mit ein bisschen Küttel in der Hose gespielt. Es hatte die Lockerheit der letzten Wochen gefehlt. Nach der Pause war es viel besser", sagte Adler-Trainer Dirk Wolf. Bereits zu Mitte der ersten Halbzeit sahen die Königshofer bei einem 4:10-Rückstand (17.) wie der sichere Verlierer aus. Die körperliche Überlegenheit der Gladbacher Gastgeber machte sich zunächst auch gut bemerkbar. Während es den Borussen immer wieder gelang, mit ihren Pässen durch die Adler-Abwehr zum Kreisläufer Markus Nacken durch zu kommen, blieben die Königshofer mit ihren zu kleinteilig gespielten Angriffsversuchen am gegnerischen Abwehrblock, spätestens aber am gut aufgelegten Borussia-Schlussmann Sven Plath hängen. Bezeichnend, dass den Königshofern nach Kai Wingerts 2:2 (3.), dem letzten Ausgleich in der gesamten Partie, eine Viertelstunde kein Tor mehr aus dem Spiel heraus gelang. Ohne die Paraden des Adler-Torwarts Nils Schmidt wäre der Pausenrückstand sogar deutlicher als 8:14 ausgefallen.

Nach dem Seitenwechsel brachten die Adler, angetrieben vom jungen Spielmacher Mats Wolf, endlich Tempo auf das Spielfeld, aber profitierten dabei auch davon, dass die Gladbacher angesichts der eigenen Führung ein paar Gänge zurückschalteten. Hätten die Gäste aus Krefeld bei ihren Möglichkeiten etwas mehr Treffsicherheit bewiesen, dann wären sie nicht erst in der Schlussphase in Schlagdistanz gekommen. Erst fünf Minuten vor dem Schluss kamen die Königshofer wieder auf drei Tore (19:22) heran. Zwei Wolf-Tore und zweieinhalb Minuten später schnupperten die Adler beim Stand von 21:22 an einer Überraschung. Doch eineinhalb Zeigerumdrehungen vor der Schlusssirene zerstörten die Borussen mit dem 23:21-Endstand die Königshofer Hoffnungen - zumindest auf einen Punktgewinn in Gladbach.

Quelle: RP
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