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Lokalsport
Adler überflügeln Altmeister Oppum

Oberliga. Handball: Zum Auftakt der Oberliga-Saison unterlag Aufsteiger TV Oppum gegen die Königshofer mit 20:25. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie gab's zwei Rote Karten - und eine möglicherweise schwerwiegende Verletzung. Von Kevin Glavan

In einem packenden Derby gelang der DJK Adler Königshof in der ausverkauften MSM-Sporthalle ein 25:20-Sieg gegen den Aufsteiger TV Oppum. Bis zur Schlussphase der Partie boten die Oppumer den Adlern Paroli. Am Ende scheiterten sie aufgrund mangelnder Kraft und einem überragenden Stefan Gädtke im Tor der Hausherren.

Beide Mannschaften stellten zu Beginn des Spiels offensive Deckungsvarianten auf. Den besseren Start erwischten allerdings die Königshofer. Nach Fehlwürfen auf Seiten Oppums gelangen den Königshofern einfache Tore aus dem Gegenstoß und gingen mit 3:0 in Führung. "Wir hätten mit 6:0 führen können", sagte DJK-Trainer Dirk Wolf. Dass die Führung nicht höher ausfiel, lag vor allem an einem stark aufgelegten Domenic Heesen im Tor des Altmeisters. Der Torhüter der Heimmannschaft, Stefan Gädtke, stand ihm in nichts nach. Im Zusammenspiel mit starken Abwehrreihen setzte sich keine Mannschaft ab. Daran änderte sich auch nichts, als in der Mitte der ersten Halbzeit Felix Barwitzki auf Seiten der Adler nach einem groben Foulspiel im Gegenstoß der Oppumer die rote Karte sah und sich beim TV ausgerechnet Neuzugang Fabian Bednarzik am Knie verletzte und nicht mehr weiter spielen konnte. "Wir hoffen, dass Fabian nächste Woche spielen kann. Am Anfang der Woche wird er untersucht", sagte Gästecoach Ljubomir Cutura.

Mit einem 11:10 für die DJK ging es in die Halbzeit. Danach zeigte sich das gleiche Bild wie zu Beginn des Spiels: Die Adler bestraften die individuellen Fehler der Oppumer konsequent und erzielten bis zur 45. Minute einen fünf-Tore-Vorsprung zum 18:13. Eine weitere rote Karte gegen David Mannheim ließ die Heimmannschaft unbeeindruckt. "Die beiden roten Karten kann der Schiedsrichter geben, allerdings muss auf der anderen Seite ebenfalls die rote Karte gezeigt werden, wenn der letzte Abwehrspieler einen Gegenstoß unterbindet", sagte Wolf über die Entscheidungen der Schiedsrichter Marcus Johnen und Carsten Müller.

In der Schlussviertelstunde drehte die Gastmannschaft noch einmal auf. Mit einem in dieser Phase der Partie überragenden Heesen holte die Mannschaft Tor um Tor bis zum Zwischenstand von 18:17 auf. Allerdings gelang es ihr nicht mehr, in Führung zu gehen. "Nach der Aufholjagd fehlte uns aufgrund des kleinen Kaders die Kraft. Außerdem hat Stefan Gädtke viele unserer Würfe pariert", sagt Cutura. Königshof nutzte den Kräfteverschleiß der Oppumer konsequent und entschieden das Stadtderby mit 25:20 für sich. Wolf sagte zum Sieg seiner Mannschaft: "Die Oppumer haben stark gespielt. Am Ende haben wir stark gekämpft und einen kühlen Kopf bewahrt." Cutura ist dennoch nicht unzufrieden mit dem Ausgang der Partie: "Wir wussten, dass wir es mit unserem kleinen Kader schwer haben werden. In der nächsten Woche werden wir auf unsere gute Abwehrarbeit setzen und wieder um die Punkte kämpfen."

Quelle: RP
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