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Ringen
Aline Focken kämpft um eine WM-Medaille

Ringen. Die Krefelderin hat morgen bei der Weltmeisterschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ihren ersten Kampf in der neuen 69-Kilo-Klasse. Bei einer guten Auslosung traut ihr der Bundestrainer sogar eine Medaille zu, Von Senthuran Sivananda

Am morgigen Mittwoch kämpft die Krefelder Ringerin Aline Focken in der usbekischen Hauptstadt Taschkent um eine Medaille bei den Ringer-Weltmeisterschaften. Für die 23-Jährige ist es bereits die vierte Teilnahme am Weltturnier, und von Ereignis zu Ereignis verbesserte sich ihr Ergebnisse. Bei ihrer WM-Premiere 2011 in Ankara schied Focken bereits nach dem ersten Kampf gegen die Lokalmatadorin Burcu Orskaya aus. Ein Jahr später in Kanada feierte die Krefelderin gegen die Griechin Agoro Papavasileiou ihren ersten Sieg bei einer Senioren-WM, doch dann schied sie im Achtelfinale gegen die Chinesin Luozhuoma Xi aus. Und im vergangenen Jahr in Budapest erreichte Focken immerhin das kleine Finale aus Bronze, wo sie der Japanerin Sara Dosho unterlag. Zuvor hatte sich die Deutsche lediglich der späteren Weltmeisterin Alina Stadnik-Makhynia aus der Ukraine im Viertelfinale geschlagen geben musste.

Folgerichtig müsste sie bei ihrer vierten WM-Teilnahme ihre erste Medaille holen. Aber es ist ihre erste Weltmeisterschaft in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm, die im Zuge der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Zahl der Medaillenklassen im Frauenringen zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio von vier auf sechs aufzustocken, entstanden ist. In der neuen Gewichtsklasse gewann die Krefelderin die internationalen Turniere in Sofia und im schwedischen Klippan, belegte beim Großen Preis von Spanien den zweiten Rang und verpasste bei den Europameisterschaften im finnischen Vantaa als Fünfter nur knapp eine Medaille. Dennoch schraubt Bundestrainer Patrick Loës die Erwartungen noch herunter. "Zwar hat Aline Focken stabile Leistungen nachgewiesen, doch die Konkurrenz in der 69-kg-Klasse ist groß, in diesem Jahr wird es schwer, Aline soll sich dort in Taschkent weiter etablieren", sagt Loës und richtet seinen Blick eher auf das nächste Jahr, wenn die Ringer-Weltmeisterschaften in der US-amerikanischen Spielermetropole Las Vegas Halt macht und dort die ersten Tickets für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro vergeben werden. Allerdings traut ihr auch schon jetzt einiges zu, wenn die Tagesform stimmt und sie das ihr nicht so oft holde Losglück hat. "Es gibt zehn bis zwölf Ringerinnen, die in dieser Gewichtsklasse mitmischen können, in den Vorbereitungswettkämpfen hat Aline Focken gezeigt, dass sie einige dieser Spitzenathletinnen auch bezwingen kann und bei einer WM müssen es drei bis vier Spitzenathletinnen sein, die bezwungen werden müssen", sagt der Bundestrainer.

Zu den größten Konkurrentinnen der Krefelderin, die von ihrem Vater und persönlichem Trainer Georg Focken nach Usbekistan begleitet worden ist, zählen unter anderem die Kanadierin Dorothy Yeats, die Japanerin Sara Dosho und die ukrainische Titelverteidigerin Alina Stadnik-Makhynia.

Quelle: RP
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