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Lokalsport
Anna Loerper ist Handballerin des Jahres

Handball. Große Auszeichnung für die Kempenerin Anna Loerper: Die Leser der Fachzeitschrift "Handballwoche" haben die 31-Jährige, die beim TuS Metzingen in der Bundesliga spielt, zu Deutschlands Handballerin des Jahres gewählt. Bei den Männern siegte Europameister Andreas Wolff. Von Oliver Schaulandt

Es war das Jahr 1978, als die Fachzeitung Handball-Woche zum ersten Mal die Wahl zum Handballer des Jahres auslobte. Und erst einmal erhielt ein Handballer aus dem Kreis Grenzland/Krefeld bislang diese Auszeichnung: Es war im Jahr 1990, als Stefan Hecker zum besten Handballer gekürt wurde. Seinerzeit bildete der gebürtige Krefelder Hecker gemeinsam mit Andreas Thiel eines der besten deutschen Torhüter-Duos. Da spielte er allerdings schon lange nicht mehr beim TV Oppum, sondern bei TuSEM Essen, mit dem er dreimal die Deutsche Meisterschaft gewann.

Jetzt hat der inzwischen 56-Jährige eine Nachfolgerin aus dem hiesigen Handball-Kreis gefunden, die quasi seine Tochter sein könnte: Anna Loerper. Die gebürtige Kempenerin, die für den TuS Metzingen in der Bundesliga spielt, lag mit 4884 Punkten bei der Wahl vor der Vorjahressiegerin, Leipzigs Torfrau Katja Kramarczyk (2544), sowie der zweiten Nationaltorhüterin Clara Woltering (Dortmund/1752), die 2015 zum zweiten Mal nach 2012 die Champions League mit ihrem früheren Klub Buducnost Podgorica gewonnen hatte.

"Diese Wahl habe ich noch nie gewonnen. Ich freue mich total über die Anerkennung meiner Leistung durch die vielen Handball-Fans in Deutschland", sagte die Spielmacherin, die eine grandiose Bundesliga-Saison absolviert und mit der TuS Metzingen die Liga aufmischt. Derzeit belegt Loeper mit 133 Toren den ersten Rang in der Torjägerliste der Frauen-Bundesliga. Damit erzielte "Lumpi" im Schnitt 9,5 Tore pro Begegnung und verwandelt mit einer Quote von 83 Prozent ihre Siebenmeter. "Nach einer recht langen Eingewöhnungszeit in Metzingen verinnerlicht die quirlige und torgefährliche Regisseurin das Spielsystem des TuS immer besser und ist eine wichtige Säule im Spiel der Süddeutschen geworden", lobt sie die Fachpresse.

"Wir freuen uns mit Anna und sind sehr stolz, dass die Handballerin des Jahres 2015 ein pinkes Trikot der TuS Metzingen trägt. Sie hat sich in den letzten beiden Jahren zum Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel entwickelt und gehört zweifelsohne zu den besten Spielerinnen auf dieser Position", teilte TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott auf der Internetseite des Vereins mit. "Gerne darf Anna auch Handballerin des Jahres 2016 werden und ihre bisher gezeigten Leistungen in diesem Jahr sind eine gute Basis dafür", ergänzt er.

Nach Kempen unterhält die 212-fache Nationalspielerin auch weiterhin regen Kontakt. Schließlich leben hier ihre Eltern und ihre jüngere Schwester Lena, die bei der VT Handball spielt. Und auch sonst verbindet sie noch viel mit der Thomasstadt: "Ich habe regelmäßig Kontakt zu meinen ehemaligen Mitspielerinnen."

Quelle: RP
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