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Lokalsport
Athletin des EC Grefrath bei Winterspielen dabei

Krefeld. Eisschnell-Läuferin Miriam Ohlert ist eine von 40 Jugendlichen im Deutschen Olympischen Jugendlager in Südkorea. Von Paul Offermanns

Die Eisschnell-Läuferin Miriam Ohlert wurde für das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) während der Olympischen Winterspiele vom 7. bis 22. Februar in Südkorea nominiert. Von den insgesamt 40 Teilnehmern aus ganz Deutschland kommen acht aus Nordrhein-Westfalen. Aus dem Kreis Viersen ist nur die Nettetalerin, die für den EC Grefrath startet, mit von der Partie. Die 17 Jahre alte Schülerin des Lobbericher Werner-Jaeger-Gymnasiums fliegt nächstes Jahr im Februar unter der Leitung der Deutschen Olympischen Akademie und der Deutschen Sportjugend zunächst in die Hauptstadt Seoul, später geht es dann auch noch nach Pyeong Chang.

Bei einem Vortreffen in Frankfurt mit allen DOJL-Teilnehmern hat sie schon erfahren, was auf sie zukommt. "Wir wurden umfassend auf unsere repräsentative Aufgabe in Korea vorbereitet. Sogar der koreanische Generalkonsul war zu Besuch und erklärte mit Hilfe einer Dolmetscherin, was so Besonderes an Korea ist", sagt Ohlert. Generalkonsul Bumhym Bek stellte den Jugendlichen sein Heimatland vor und beantwortete ihre Fragen rund um Südkorea und die Olympischen Spiele. Zudem stimmte Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die Jugendlichen auf ihre Reise ein. "Das Deutsche Olympische Jugendlager ist die zentrale Maßnahme von der Deutschen Olympischen Akademie und der Deutschen Sportjugend während der Olympischen Spiele und damit auch für den DOSB von herausragender Bedeutung", erklärte Holze. Er appellierte an die Jugendlichen, offen für alle Begegnungen und Erlebnisse zu sein, die sie in Südkorea erwarten. Außerdem sei es ganz wichtig, sich eine eigene Meinung über das Land und die Spiele zu bilden.

Erfahren hatte Miriam Ohlert bei einem Aufruf des EC Grefrath über das sozial Netzwerk Facebook von dem Jugendlager während der Olympischen Winterspiele. "Ich war sehr interessiert daran. In erster Linie ging es darum, kulturoffen und sportbegeistert zu sein", sagt Miriam Ohlert mit Blick auf die Kriterien für eine Teilnahme. "Mein sportlicher Erfolg spielte im Bewerbungsverfahren eher eine kleine Rolle." Dabei können die sich durchaus sehen lassen, war sie doch schon DM-Dritte im Massenstart und belegte den achten sowie zehnten Platz im Eisschnelllauf-Mehrkampf. Obwohl Ohlert schon der Welt herumgekommen ist - sie war bereits zu Sprachreisen in Vancouver (Kanada) und Boston (USA) -, wird es ihre erste Reise nach Asien sein. "Das wird sicherlich eine spannende Zeit, wenn wir innerhalb des Jugendlagers auch Vorträge halten für Jugendliche aus anderen Nationen und mit ihnen ins Gespräch kommen", sagt sie.

Sie wird bei dieser Gelegenheit auch das Deutsche Haus besuchen. Natürlich wird auch der Sport eine wichtige Rolle spielen. "Das Tolle dabei ist, dass wir die Wettkämpfe dann hautnah erleben können", meint die Breyellerin, die wegen der Vorbereitung auf das Abitur aktuell Eisschnelllauf nur noch als Freizeitläuferin bestreitet. Sie wird im Februar zehn Tage von der Schule freigestellt.

Quelle: RP
 
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