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Lokalsport
Bayer-Duo startet bei der EM in Transsilvanien

Triathlon. Anne Pauline Saßerath und Scott Anderson vom SC Bayer Uerdingen sind für die Europameisterschaft in Rumänien nominiert.

Die beiden Crosstriathlon-Spezialisten des SC Bayer 05 Uerdingen, Anna Pauline Saßerath (18) und Scott Anderson (20), werden ab heute bei den Europameisterschaften im Crosstriathlon an den Start gehen. Die EM wird in Transsilvanien in Rumänien ausgetragen, und Saßerath wurde - als einzige Deutsche - auf Grund ihrer konstant guten Leistungen in den Vorjahren wie auch der laufenden Saison für das Elite-Rennen der Frauen (AK U23) von der DTU nominiert. Anderson wird Deutschland in der AK 20 bei den Agegroupern vertreten.

Beim Crosstriathlon wird, im Gegensatz zum "normalen" Triathlon, nach dem Schwimmen die zweite Disziplin auf dem Mountainbike im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein absolviert. Auch die abschließende Laufstrecke führt durchs Gelände mit natürlichen und künstlichen Hindernissen und ist ebenso, wie die Radstrecke, mit anspruchsvollen Höhenmetern (HM) gespickt.

Für die 18 Jahre alte Juniorin des SC Bayer geht es nach der Weltmeisterschaft im vergangenen November in Australien bereits das zweite Mal in einem Championat über die volle Distanz - das bedeutet diesmal, 1000 Meter in einem Seitenarm des Flusses Mieresch zu schwimmen, 24 Kilometer mit dem Mountainbike mit 550 Höhenmetern und 6,2 Kilometer Laufen mit 200 Höhenmeter durch die Wälder oberhalb von Targu Mures bis zum Ziel zu bewältigen. Anderson, der 20-Jährige, wird auf den gleichen Strecken versuchen, seinen EM-Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Anna Pauline Saßerath dürfte nicht zuletzt durch ihren bisherigen sehr guten Saisonverlauf - sowohl querfeldein, als auch auf der Straße in der 1. und 2. Triathlon-Bundesliga - mindestens zum engeren Kreis der Medaillenkandidaten zu zählen sein. "Dafür muss aber auch alles planmäßig ohne Sturz oder Defekt im Wettkampf laufen. Auf der Radstrecke kann viel passieren - man hat sich viel schneller einen Plattfuß bei der Fahrt durchs Unterholz oder im Rock-Garden, einer künstlich angelegten Abfahrt mit großen Steinen, geholt, als mit dem Rennrad auf sauberen Straßen", gibt sie zu bedenken. "Allerdings gehe ich sehr optimistisch in das Rennen, denn ich weiß, dass ich gut in Form bin. Außerdem kann ich mit Ausnahme der Starter aus den osteuropäischen Ländern die Stärke der anderen Athletinnen besser einschätzen, als in den vergangenen Jahren. Durch meine Starts in der XTERRA-Europatour habe ich mit den meisten Frauen zumindest schon einmal einen gemeinsamen Start absolviert." Als letzten Formtest hatte Saßerath am vergangenen Wochenende in Münster bei der Triathlon-Bundesliga ihre Manschaftskolleginnen auf dem Rad unterstützt und dabei den 41. Platz belegt.

Hinter Scott Andersons Form steht noch ein kleines Fragezeichen, da er sich seit einiger Zeit mit einer hartnäckigen Fußverletzung herumplagt, die ihn sogar zum Verzicht auf die jüngsten beiden Bundesligarennen gezwungen hatte. Da die Laufstrecke deutlich kürzer als die üblichen 10 Kilometer ist, kommt dem eigentlich sehr guten Läufer das aber möglicherweise sogar etwas entgegen.

Außerdem werden an diesem Wochenende, in Schalkenmehren/Eifel die Uerdinger Jan Königs und Elias Kirchhoff beim Vulkan-Crosstriathlon um gute Platzierungen kämpfen, und auf dem Nürburgring geht Anna Pauline`s älterer Bruder Philipp Saßerath, Radtrainer in der Jugendabteilung, das Projekt "24 Stundenrennen mit dem Rad als Einzelfahrer" an.

(oli)
 
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