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Lokalsport
Bayer-Frauen feiern gegen Hannover ein Schützenfest

Bundesliga. Wasserball: Uerdingen gewinnt sein Heimspiel mit 26:6, SV Krefeld 72 kassiert in Plauen eine bittere 9:14-Niederlage. Von Frank Langen

Die Wasserballerinnen des SV Bayer Uerdingen haben am Wochenende der nationalen Konkurrenz wieder einmal gezeigt, dass sie gewillt sind, ihren Deutschen Meister-Titel zu verteidigen. So wurden die Wassersportfreunde Hannover vor heimischer Kulisse im ersten Bundesligaspiel nach zweimonatiger Pause mit 26:6 (6:0, 6:1, 6:2, 8:3) Schützenfest förmlich aus dem Wasser getrieben.

Die Niedersachsen hatten es den Siedenstadtgirls allerdings auch sehr leicht gemacht. Da beide Torhüter der Hannoveranerinnen angeschlagen waren, wurde ausgerechnet Nationalmannschaftskapitänin Carmen Gelse ins Tor gesetzt. "Für uns war das irgendwie unverständlich, dass ausgerechnet die beste Spielerin von WaSpo ins Tor musste", sagte Bayer Co-Trainerin Sybille Kaisers etwas ratlos. Entsprechend herrschte im Wasser in den ersten beiden Vierteln eine regelrechte Übermacht von Uerdinger Seite her. Bianca Ahrens im Tor der Gastgeber erlebte mit nur zwei Paraden eine äußerst ruhige erste Halbzeit, da Hannover größtenteils über oder neben das Tor warf. Nach dem Seitenwechsel kam Kari Vosseberg ins Tor, die dann doch mehr zu tun bekam, da Hannover Gelse vom Tor aus wieder ins Feld schickte. Zu diesem Zeitpunkt lag Bayer haushoch in Führung und nutzte die Gelegenheit aus, den Spielern aus der zweiten Reihe Spielpraxis zu geben. Belen Vosseberg und Bianca Seyfert zeigten mit je acht Treffern eine beeindruckende Leistung. Eine 9:14 (2:5, 2:3, 3:4, 2:2)-Niederlage gab es für die SV Krefeld 72 beim Bundesliga-Auswärtsspiel beim SVV Plauen. Die Krefelder erwischten keinen guten Start, glichen aber noch durch Yannik Zilken zum 1:1 aus. Danach zog Plauen bereits im ersten Viertel auf 5:1 weg. Auch im zweiten Spielabschnitt gelang den Blau-Weißen nicht vie, die gegen die Gastgeber kein Rezept zur Gegenwehr fanden Nach der Halbzeitpause ergab sich das gleiche Bild. Plauen legte weiter vor, und das Team der SVK hatte das Nachsehen. István Keresztes mit insgesamt zwei Treffern war es, der sein Team noch einmal durch seine Tore mitzog. Doch um noch einmal heranzukommen, reichte es nicht mehr aus. Co-Trainer Robert Fuchs zeigte sich vom Spiel entsprechend enttäuscht: "Wir hatten uns viel vorgenommen. Leider hat unsere Mannschaft nicht ins Spiel gefunden. Dann waren wir mit manchen Entscheidungen der Schiedsrichter überfordert, was aber letztlich keine Ausrede sein darf. Plauen hat heute verdient gewonnen." Besonders bitter ist, dass Punkte liegengelassen wurden. Bei einem Sieg hätte sich die SVK auf den vierten Tabellenplatz vorarbeiten können, mit welchen man sich direkt für die Play-offs qualifiziert. So heißt es stattdessen nur Platz sechs für Krefeld.

Quelle: RP
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