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Lokalsport
Bayer-Segler starten bei der WM im Flying Dutchman

Segeln. Thomas Schiffer mit Alexander Antrecht und Wolfgang und Elisabeth Panuschka starten auf dem Steinhuder Meer. Von Oliver Schaulandt

Der Segelklub Bayer Uerdingen rüstet sich für die kommende Saison. Neben der Rückkehr in die Bundesliga strebt der Klub auch auf internationaler Ebene Erfolge an: Gleich zwei Teams schicken die Uerdinger vom 20. bis 28. Mai zur Weltmeisterschaft im eigenen Lande. Thomas Schiffer mit Alexander Antrecht sowie Wolfgang mit seiner Tochter Elisabeth Panuschka starten im Flying Dutchman auf dem Steinhuder Meer, dem größten See in Nordwestdeutschland in der Nähe von Hannover.

Wie schon berichtet, bereiten sich die Uerdinger Segler noch intensiver als bislang auf die Saison in der Zweiten Segel-Bundesliga vor. Gesegelt wird dazu vor der Küste des niederländischen Städtchens Monnickendam in der Nähe von Amsterdam - übrigens auf den Booten der Vorsaison, die ein Vercharterer gekauft hat und nun vermietet. Dazu wird der Kader künftig aufgeteilt, so dass es immer feste Teams sind, die bei den fünf Regatten quer über Deutschland verteilt an den Start gehen werden. Bei der Auftaktregatta, die vom 19. April bis zum 1. Mai auf dem Starnberger See ausgetragen wird, bilden der St. Töniser Lennart Luttkus sowie Hendrikje Noel, Holger Blumenkamp und Cilka Schellewald die Crew, die mit einem guten Start die Basis für die abermalige sofortiger Rückkehr legen soll.

Weiterer Saisonhöhepunkt aber wird die WM sein, an der die Uerdinger gleich doppelt die Daumen drücken müssen. Thomas Schiffer, der vor gut anderthalb Jahren vom Schwertvogel auf den Flying Dutchman umsattelt hat, ist mit seinem Vorschoter Alexander Antrecht zurzeit sogar im Trainingslager. "Zurzeit ist unser Plan, das Wintertraining in Altea, wo wir in diesem Winter zweimal für einige Wochen trainieren, dazu zu nutzen, unsere Taktik und unsere Manöver bis ins Detail einzuüben", sagt Thomas Schiffer, der aber auch in den hiesigen Gewässern üben will. "Sobald es das Wetter zulässt, gehen wir auf die heimischen Gewässer."

Das zweite Uerdinger Team, bestehend aus Vater und Tochter, hat erst kurzfristig entschieden, zur WM zu fahren. Begünstigt wird dies dadurch, dass die WM als offene Weltmeisterschaft ausgetragen wird; das bedeutet, dass sich Teams auch ohne Qualifikation anmelden können und bei einem begrenzten Teilnehmerfeld über die Zulassung zum Start letztlich die Position in der Weltrangliste entscheidet. Bei der Europameisterschaft in Kroatien belegte das Duo den 22. Platz. Dennoch ist es ein wenig überraschend, dass Lisa Panuschka sich nun auf den Flying Durchman eingeschossen hat. Die Studentin, die in Kiel lebt, hatte zuvor jahrelang gemeinsam mit Annina Wagner in der 470er Bootsklasse gesegelt; nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio hat sie sich nun aber für den Start in dieser Bootsklasse entschieden.

Quelle: RP
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